Himmel und Straßenstaub

Unser Leben als Familie in den Slums von Manila
Christian & Christine Schneider
Himmel und Straßenstaub

Himmel und Straßenstaub

Unser Leben als Familie in den Slums von Manila
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  • 114200000
  • 978-3-7655-4200-8
  • Brunnen
  • 1. Februar 2013
  • 318
  • Taschenbuch, 12 x 18,5 cm
"Da leben keine Europäer!", sagen die Einheimischen, als die Familie Schneider in die Slums von... mehr

"Da leben keine Europäer!", sagen die Einheimischen, als die Familie Schneider in die Slums von Manila zieht. Und doch werden Abfalldeponien und Wellblechhütten für viele Jahre ihr Zuhause. Hier begegnen sie dem Kronzeugen Bic, der todgeweihten Mariebell, dem Vergewaltiger Arol, der Milliardärin Dona, dem Widerstandskämpfer Noel, dem ausgebrannten Entwicklungshelfer Rob ...
Der fesselnde Erlebnisbericht des Ehepaars erzählt von unzähligen spannenden Begegnungen mit Menschen, von Freundschaft und Verrat, von Schusswechseln auf offener Straße und Überschwemmungen, von Gebeten, Träumen und Ängsten, von sinnlosem Sterben und sinnvollem Leben.

Die Geschichte von Christine und Christian Schneider ist aufregend und aufrüttelnd. Sie erinnert daran, dass der christliche Glaube kein Fahrstuhl in den Himmel ist. Sondern der Motor, etwas zu bewegen. Hier und jetzt. Für Gott und Menschen.
Shane Claiborne, Autor

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„Wer Menschen missionieren will, ohne mit ihnen in freundschaftlicher Absicht ein Stück Leben zu teilen, degradiert die Menschen zu Missionsobjekten und die Mission zum gemeinsamen Event.“ (S.143)
Im Sommer 1988 reist Christian Schneider nach Manila um dort mit den ärmsten der Armen in ihren Slums zu leben. Das Prinzip von SERVANTS, einem „Netzwerk von Teams die ihr Leben mit den Armen in asiatischen Großstädten teilen.“ lautet: Teamarbeit, leben mit den Armen, Ganzheitlichkeit, genügsamer Lebensstil, Dienst. (www.onesimo.ch)

Beim Lesen wird man mitten hinein genommen in den Slumalltag. Leben, d.h. wohnen auf der Müllhalde? Oder auf alten Gräbern? Im Schatten der Nationalbank? Nichts ist unmöglich. Manchmal überwiegt der Gestank, manchmal sind es die Ratten ein anderes Mal vielleicht Riesenschaben oder nur Ameisen. Undichte Dächer, fehlende WCs, wohnen auf engstem nicht klimatisierten Raum gehören selbstverständlich zum Leben im Slum dazu.
Auch wenn man sich freiwillig entschieden hat, einen Teil seines Lebens mit diesen Menschen zu teilen, ist es manchmal schwer zu ertragen. Nicht so sehr die äußeren Verhältnisse, sondern die Ungerechtigkeit und Korruption sind es, die – zuerst Christian Schneider allein und später zusammen mit seiner Frau – aufreiben wollen und sie immer wieder neu nach Antworten suchen lassen, wie Gott solch ein Elend, solche Gegensätze zulassen kann. Tatkräftig suchen sie nach Möglichkeiten, den Filipinos Hilfe zur Selbsthilfe anzubieten. Unter ihrer Leitung entstehen verschiedene Lebenshilfeprojekte wodurch denjenigen, die sich nach einer dauerhaften Veränderung in ihrem Leben sehnen, die Möglichkeit dazu gegeben werden soll. So gibt man ihnen die Gelegenheit, für einige Zeit unter Anleitung Verantwortungsbewusstsein, Disziplin, Treue zu erlernen. Wenn nötig erhalten sie nachträglich eine einfache Schulbildung, können einen Beruf erlernen und werden beim Start ins Arbeitsleben unterstützt.
Einige nutzen diese Möglichkeiten und werden später selber zuverlässige Mitarbeiter, treue Ehemänner, fleißige Väter. Andere fallen zurück in ihr altes Leben mit den bekannten Spielregeln oder steigen schon vorher aus, weil sie meinen den straffen Rahmen nicht ertragen zu können.
Leider ist der Autor der Ansicht, dass es eine der wichtigsten Aufgaben der Christen wäre, die Welt entscheidend zu verbessern (S.293oben) und diesem Ziel widmet er sich mit großer Ausdauer und Energie.
Doch da dieser Aspekt in manchen Kreisen sehr vernachlässigt wird und das Augenmerk dann beinahe ausschließlich auf die geistlichen Bedürfnisse ausgerichtet ist, kann das Lesen dieses Buch in gewisser Weise ausgleichend wirken.
Auch unterschwellige charismatische Züge lassen sich nicht leugnen, z.B. S.168(kursiv) die aber keinen entscheidenden Einfluss im weiteren Verlauf zu haben scheinen.
Da die lehrmäßigen Differenzen aber eher im Hintergrund laufen, lohnt sich das Lesen dieses Buches trotzdem. Denn es zeigt sehr praktisch und überaus eindrücklich, welche Wege man möglicherweise gehen kann, um Menschen auf Augenhöhe zu erreichen, die sich weit außerhalb unseres Lebens befinden. Wer Not erlebt hat, ist häufig eher in der Lage, eine effektivere Hilfestellung zu geben.
Jeder, der auch nur ein vages Interesse an Mission hat, wird dieses Buch nicht unberührt aus der Hand legen können!

Rezension von Astrid Kimmich

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