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Wie geht Gott im Alten Testament mit Menschen um, und wie hilft er ihnen in ihren Nöten, die gar nicht so anders sind als unsere heute? Anhand zahlreicher Begebenheiten aus der Bibel zeigt der Autor, wie Gott durch gezielte Fragen individuell auf Menschen und ihre Nöte eingeht.
Der Leser findet in diesem Buch viele Anregungen für die persönliche Begegnung mit Hilfesuchenden. Mitarbeiter in den Gemeinden bekommen Tipps und Hinweise, wie sie ihre seelsorgerischen Aufgaben einfühlsam und bibelorientiert ausüben können.

Autor: Eberhard Platte
Hersteller "Eberhard Platte"

Eberhard Platte
Untere Lichtenplatzer Straße 81
42289 Wuppertal
e.platte@wachsen-im-glauben.de

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1 Bewertung

24.08.20 20:23 | Henrik

Bewertung mit 5 von 5 Sternen

Seelsorge vom Allmächtigen lernen

„Seelsorge ist das Bemühen, die menschliche Seele in die rechte Verbindung zu Gott zu bringen und von allen anderen Bindungen zu lösen“. Gott selbst ist der beste Seelsorger, weil er der Schöpfer des Menschen ist. Eberhard Platte beleuchtet in seinem Buch „Wenn Gott fragt“ wie sich der Allmächtige um unsere Seele sorgt.



Das Buch versteht sich als Fortsetzung zu dem bereits erschienen Band „Wie Jesus Menschen begegnet“ und daher ist es nach demselben Prinzip aufgebaut. Richtete sich der Vorgänger stärker auf das Wirken des Herrn Jesus im Neuen Testament, so blickt Platte im Nachfolger verstärkt auf das Wirken Gottes mit den Personen des Alten Testamentes.



Anhand von 20 persönlichen Begegnungen Gottes untersucht Platte welchen Zweck Gott mit seinen Fragen verfolgt. „Gott, der Welt- und Menschenschöpfer, ist der Seelsorger und Hirte unserer Seelen schlechthin“. Zuerst blickt der Autor dabei auf die Umstände, Situation und Hintergründe, bevor er die Person näher beleuchtet und deren Fragen bzw. Probleme beschreibt. Daran schließt sich eine Untersuchung der Handlungsweise Gottes an, die das Herz des Einzelnen erreichen möchte, um schlussendlich den „Fall“ zu lösen. Nachdem die Person vor ihrem kulturellen Kontext betrachtet wurde, schlägt Platte die Brücke in unser Heute, um für die persönliche Seelsorge daraus Handlungsweisen und Hilfen abzuleiten.



Inhaltlich spürt man dem Autor ab, dass er als Mitbegründer der Gefährdetenhilfe Kurswechsel und durch sein jahrelanges Engagement in der Straffälligenhilfe weiß, wovon er spricht. So sind die Ausführungen lebensnah und nicht theologisch-fromm. Vielmehr erkennt man, wie Gott mit Menschen umgeht, um ihre Herzen zu verändern und sie in die Beziehung zu ihm führen möchte. Göttliche Seelsorge an der Person Abraham sieht so aus, dass Gott „keine langen Vorträge, keine „Gardinenpredigt“ hält, sondern „nur“ eine kurze Frage stellt, die das wunde Herz zum Nachdenken und zur Umkehr bringt“. Die Merksätze am Kapitelende können z. B. Hilfesuchenden auf Kärtchen als Gedankenstütze mitgegeben werden, da sie das Wesentliche komprimiert auf den Punkt bringen.



Neben der sehr gut verständlichen Sprache Plattes, kommt dem Buch die jahrzehntelange Tätigkeit des Autors als Grafiker zugute. Jedes Kapitel wird mit einem passenden Bild und der betreffenden Bibelstelle eingeleitet. Des Weiteren sind die Kapitel übersichtlich gestaltet. Die Fragen am Ende eines Kapitels helfen, das Dargestellte in den Alltag bzw. die konkrete Situation zu übertragen.



Als Leser erhält man während der fortlaufenden Lektüre viele Anregungen für die Begegnung mit Hilfesuchenden. Deshalb eignet sich das Buch vor allem für solche, die in der Gemeinde im seelsorgerlichen Dienst tätig sind oder beabsichtigen, auf diesem Gebiet für Gott zu dienen.

Mehr Rezensionen unter www.lesendglauben.de

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