Glaube, der im Alltag trägt
Seelsorgerliche Andachten aus dem Neuen Testament
Regulärer Preis:
14,95 €
| Artikel-Nr | 376453000 |
|---|---|
| ISBN | 978-3-910764-53-8 |
| Verlag | edition predigt.archiv |
| Seiten | 326 |
| Erschienen | 28.09.2026 |
| Artikelart | Paperback, 12,5 x 20,3 cm |
"Es gibt diese Morgen: Die Bibel liegt aufgeschlagen vor Ihnen – und es kommt nichts an. Nicht, weil Ihnen der Glaube fehlt. Sondern weil die Stille Zeit zur Pflichtübung geworden ist. Samuel Keller hat vor über hundert Jahren für genau diese Morgen geschrieben.
Ein Vers. Eine Seite. Ein Gebet. 257 Andachten führen durch das gesamte Neue Testament: von Matthäus bis zur Offenbarung, in der Reihenfolge der biblischen Bücher. Jede Andacht steht auf einer einzigen Seite: ein Vers in der klassischen Lutherfassung, eine Seite Auslegung, ein kurzes Gebet. Vier Minuten am Morgen. Es gibt keine Datumsangaben. Sie schlagen auf, wo Sie stehengeblieben sind – kein Datum, kein verpasster Tag. Wer am Ende angekommen ist, beginnt von vorn.
Seelsorge, die nicht ausweicht. Keller tröstet nicht billig. Sein Muster ist in allen 257 Andachten dasselbe: erst aufdecken, dann heilen. Er stellt unbequeme Fragen an die Frömmigkeit seiner Leser, und schont dabei die eigene am wenigsten. "Andern predigen ist leichter als sich für sie heiligen lassen!" "Entweder Gewißheit oder nichts!" Über eine Mutter, die ihr Kind verloren hatte, schreibt er: "Weil er mir mein Kind hat sterben lassen, will ich nichts mehr von ihm wissen, nie!" – und geht von dieser Szene aus weiter, statt sie fromm zuzudecken.
Zur Sprache. Die historische Rechtschreibung ist bewusst beibehalten: "daß", "Jesum", "hienieden". Offensichtliche Setzfehler der historischen Vorlage wurden bereinigt aber der seelsorgerliche Originalton, die theologische Prägung und die historische Sprachmelodie blieben unangetastet.
Samuel Keller wurde am 15. März 1856 in Sankt Petersburg geboren, als Sohn eines Schweizer Lehrers und einer Mutter aus dem Baltikum – über sie war er mit Hermann Hesse verwandt. Er wuchs auf der Insel Oesel im heutigen Estland auf und studierte in Dorpat evangelische Theologie.
Seine prägenden Gemeindejahre lagen weit außerhalb Deutschlands. 1880 wurde er Pastor in Grunau bei den Schwarzmeerdeutschen, ab 1884 betreute er von Neusatz auf der Krim aus einen Sprengel von über hundert Ortschaften. Hier erfuhr er seine Berufung zum Evangelisten. Weil er als Schweizer Staatsbürger den russischen Behörden auffiel und ihm die Verbannung nach Sibirien drohte, ging er 1891 nach Deutschland. Von 1892 bis 1898 war er Pfarrer in Düsseldorf.
Danach lebte er als Evangelist und Schriftsteller, ab 1903 in Freiburg im Breisgau, wo er 1924 starb. Er predigte vor großen Versammlungen im ganzen Land, gab von 1902 bis 1916 die Zeitschrift "Auf Dein Wort" heraus und veröffentlichte Erzählungen und Romane, viele davon unter dem Pseudonym Ernst Schrill. Was seine Leser an ihm schätzten, war nicht Gelehrsamkeit, sondern dass er ihre Sprache sprach.
Ein Vers. Eine Seite. Ein Gebet. 257 Andachten führen durch das gesamte Neue Testament: von Matthäus bis zur Offenbarung, in der Reihenfolge der biblischen Bücher. Jede Andacht steht auf einer einzigen Seite: ein Vers in der klassischen Lutherfassung, eine Seite Auslegung, ein kurzes Gebet. Vier Minuten am Morgen. Es gibt keine Datumsangaben. Sie schlagen auf, wo Sie stehengeblieben sind – kein Datum, kein verpasster Tag. Wer am Ende angekommen ist, beginnt von vorn.
Seelsorge, die nicht ausweicht. Keller tröstet nicht billig. Sein Muster ist in allen 257 Andachten dasselbe: erst aufdecken, dann heilen. Er stellt unbequeme Fragen an die Frömmigkeit seiner Leser, und schont dabei die eigene am wenigsten. "Andern predigen ist leichter als sich für sie heiligen lassen!" "Entweder Gewißheit oder nichts!" Über eine Mutter, die ihr Kind verloren hatte, schreibt er: "Weil er mir mein Kind hat sterben lassen, will ich nichts mehr von ihm wissen, nie!" – und geht von dieser Szene aus weiter, statt sie fromm zuzudecken.
Zur Sprache. Die historische Rechtschreibung ist bewusst beibehalten: "daß", "Jesum", "hienieden". Offensichtliche Setzfehler der historischen Vorlage wurden bereinigt aber der seelsorgerliche Originalton, die theologische Prägung und die historische Sprachmelodie blieben unangetastet.
Samuel Keller wurde am 15. März 1856 in Sankt Petersburg geboren, als Sohn eines Schweizer Lehrers und einer Mutter aus dem Baltikum – über sie war er mit Hermann Hesse verwandt. Er wuchs auf der Insel Oesel im heutigen Estland auf und studierte in Dorpat evangelische Theologie.
Seine prägenden Gemeindejahre lagen weit außerhalb Deutschlands. 1880 wurde er Pastor in Grunau bei den Schwarzmeerdeutschen, ab 1884 betreute er von Neusatz auf der Krim aus einen Sprengel von über hundert Ortschaften. Hier erfuhr er seine Berufung zum Evangelisten. Weil er als Schweizer Staatsbürger den russischen Behörden auffiel und ihm die Verbannung nach Sibirien drohte, ging er 1891 nach Deutschland. Von 1892 bis 1898 war er Pfarrer in Düsseldorf.
Danach lebte er als Evangelist und Schriftsteller, ab 1903 in Freiburg im Breisgau, wo er 1924 starb. Er predigte vor großen Versammlungen im ganzen Land, gab von 1902 bis 1916 die Zeitschrift "Auf Dein Wort" heraus und veröffentlichte Erzählungen und Romane, viele davon unter dem Pseudonym Ernst Schrill. Was seine Leser an ihm schätzten, war nicht Gelehrsamkeit, sondern dass er ihre Sprache sprach.
| Autor: | Samuel Keller |
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