| Artikel-Nr | 701324 |
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| ISBN | 978-3-86701-324-6 |
| Verlag | CMV Bielefeld |
| Seiten | 442 |
| Erschienen | 17.10.2018 |
| Artikelart | Paperback, 15 x 21,5 cm |
"Ein Atheist muss für seine Weltanschauung viel mehr Glauben aufbringen als ein Christ". Je weniger Beweise ein Mensch für seine Position hat, desto mehr Glauben muss er aufbringen, um daran festzuhalten. Der Glaube deckt eine Wissenslücke ab. Je mehr Hinweise für die Glaubwürdigkeit einer Theorie vorliegen, desto kleiner ist die Wissenslücke und desto kleiner der Bedarf an „Glaubenskraft“. Im Vergleich der Beweislagen beider Seiten stellt sich heraus, dass Atheisten größere Wissenslücken haben, weil sie viel weniger Beweise für ihren Standpunkt vorweisen können als Christen für ihren.
Dieses Buch des bekannten Apologeten Norman Geisler ist eine großartige Ressource und wird sowohl den Christen als auch den Suchenden helfen, die rationale Grundlage des Christentums zu verstehen.
| Autor: | Frank Turek, Norman L. Geisler |
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26.12.25 11:36 | Henrik
Hindernisse beseitigen
Um Atheist zu sein, fehlt mir der Glaube von Norman L. Geisler und Frank Turek ist ein klassisches Werk der apologetischen Grundlagenarbeit. Das Buch richtet sich an Menschen, die glauben, Atheismus sei neutral, wissenschaftlich oder voraussetzungslos. Es stellt die unbequeme Frage, ob diese Annahme überhaupt haltbar ist und ob der christliche Glaube nicht die vernünftigere Weltsicht darstellt.
Wer ist der Autor?
Norman L. Geisler war Philosoph, Theologe und einer der bekanntesten evangelikalen Apologeten des 20. Jahrhunderts. Frank Turek ist sein langjähriger Schüler, Redner und Apologetik-Lehrer. Beide vertreten eine klassisch-evangelikale Position mit starkem Fokus auf Vernunft, Logik und historische Argumentation.
Worum geht’s?
Inhaltlicher Schwerpunkt des Buches ist die Frage nach Wahrheit und Begründbarkeit von Weltanschauungen. Geisler und Turek setzen früh an einem entscheidenden Punkt an: Jeder Mensch glaubt etwas. Atheismus ist keine neutrale Nicht-Position, sondern ebenfalls eine Glaubensentscheidung mit metaphysischen Voraussetzungen. Genau hier liegt der rote Faden des Buches.
Ein zentrales Leitbild ist der sogenannte Schachteldeckel. Das Leben gleicht einem Puzzle. Ohne den richtigen Deckel lassen sich Einzelteile nicht sinnvoll einordnen. Die Autoren argumentieren, dass nur die christliche Weltsicht diesen Deckel liefert, weil sie Herkunft, Sinn, Moral und Ziel des Menschen kohärent erklärt. Naturalistische Modelle bleiben hier fragmentarisch.
Inhaltlich gliedert sich das Buch entlang klassischer apologetischer Argumentationslinien:
– Wahrheit ist objektiv und erkennbar.
– Etwas existiert, weil es verursacht wurde; das Universum hat einen Anfang.
– Das Design des Universums weist auf einen intelligenten Schöpfer hin.
– Moral setzt einen objektiven Maßstab voraus, der ohne Gott nicht begründbar ist.
– Wunder sind möglich, wenn Gott existiert.
– Jesus von Nazareth ist historisch bezeugt.
– Die Auferstehung ist die beste Erklärung der historischen Daten.
– Jesus beanspruchte göttliche Autorität und bestätigte die Zuverlässigkeit der Schrift.
Besonders stark ist der moralische Teil. Die Autoren zeigen scharf, dass Atheismus keine tragfähige Grundlage für objektive Moral liefern kann. Gut und Böse werden letztlich zu Geschmacksfragen oder sozialen Konventionen. Das Buch argumentiert hier klar, verständlich und ohne akademische Nebelkerzen.
Ebenfalls prägnant ist die Darstellung der Auferstehung Jesu. Die historischen Fakten werden nüchtern benannt, alternative Erklärungen geprüft und verworfen. Die Schlussfolgerung ist eindeutig: Wenn Gott existiert, ist die Auferstehung nicht nur möglich, sondern plausibel.
Der Stil ist argumentativ, logisch aufgebaut und gut verständlich. Das Buch will überzeugen, nicht emotionalisieren. Es richtet sich an den Verstand, ohne oberflächlich zu werden.
Wer soll es lesen?
Christen, die ihren Glauben begründet vertreten wollen. Skeptiker und Atheisten, die ehrlich nach Wahrheit fragen. Leiter, Lehrer und Prediger, die apologetische Grundargumente brauchen. Für Leser ohne Bereitschaft zum Denken ist das Buch ungeeignet.
Was gibt es Kritisches?
Die Argumentation ist stark evidentialistisch geprägt. Die Bibel wird häufig als historisch glaubwürdiges Dokument begründet, nicht konsequent als letztgültige Offenbarungsautorität vorausgesetzt. Sünde, Buße, Wiedergeburt und geistliche Blindheit werden apologetisch kaum thematisiert. Das Buch räumt Hindernisse aus dem Weg, ersetzt aber keine biblische Verkündigung.
Wie kann ich das Werk nutzen?
Als Grundlagenbuch für Apologetik. Als Argumentationshilfe in Gesprächen mit Skeptikern. Als Schulungsmaterial für Jugend- und Gemeindearbeit. Es eignet sich gut zum Nachschlagen einzelner Themenkapitel und zur Vorbereitung evangelistischer Gespräche.
Was bleibt?
Dieses Buch zeigt, dass Atheismus keine überlegene Vernunftposition ist. Es entlarvt den Mythos der Neutralität und macht deutlich, dass der christliche Glaube erklärungsstärker ist als jede naturalistische Alternative. Es überzeugt nicht durch Rhetorik, sondern durch Logik. Wer Wahrheit sucht und bereit ist, Konsequenzen zu ziehen, wird hier zum Nachdenken gezwungen.
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