10 Vorwürfe an die heutigen Gemeinden

Paul Washer
10 Vorwürfe an die heutigen Gemeinden

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Wenn das Sprichwort "die richtige Diagnose ist schon die halbe Heilung" zutrifft, dann ist dieses Buch von Paul Washer eine überfällige Untersuchung des geistlichen Zustands der heutigen Gemeinden.
Die Wahrheit kann aufrüttelnd sein, aber gleichzeitig kann Wahrheit, die wehtut, ein Weg zur Veränderung sein. Die 10 Vorwürfe in diesem Buch legen den Finger auf die Schwachstellen der Gemeinden. Die heutigen Gemeinden brauchen dringend eine Erweckung. Jedoch nicht – wie es der Autor Paul Washer argumentiert –, indem wir einfach unser eigenes "Ding" anfangen und dann erwarten, dass der Heilige Geist kommt und unsere Werke segnet.

Punkt 1: Die de-facto-Leugnung der Tatsache, dass die Schrift ausreichend ist
Punkt 2: Unwissenheit über Gott
Punkt 3: Wir sprechen das Kernproblem der Menschen nicht an
Punkt 4: Unkenntnis bezüglich des Evangeliums von Jesus Christus
Punkt 5: Eine unbiblische Einladung zum Evangelium
Punkt 6: Unwissenheit hinsichtlich der Natur der Gemeinde
Punkt 7: Warum praktizieren wir keine liebevolle Gemeindezucht?
Punkt 8: Niemand redet über Absonderung
Punkt 9: Ein Ersatz der Schrift in Bezug auf die Familie
Punkt 10: Pastoren, die im Wort Gottes mangelernährt sind

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Kundenbewertungen für "10 Vorwürfe an die heutigen Gemeinden"
08.07.2020

Hart aber herzlich

Die jährliche Gesundheitsvisite beim Arzt steht an. Erneut wiederholt er, was er bereits seit Jahren sagt: 10 Kilo weniger würden nicht schaden. Das Buch „10 Vorwürfe an die heutigen Gemeinden“ des amerikanisch-protestantischen Evangelisten Paul Washer ist wie ein Arztbesuch in den Gemeinden des 21. Jahrhunderts.



Die kleine Publikation geht auf eine Predigt Washers zurück, in der er aktuelle Trends und Strömungen in der evangelikalen Welt beleuchtet. „Es bringt nichts, wenn wir verzweifelt nach außergewöhnlichen biblischen Manifestationen des Geistes Gottes verlangen, während überall um uns herum klare biblische Prinzipien verletzt werden“. Hoffnung schöpft er aus der Tatsache, dass sich global junge Männer wieder den großen Predigern der vergangenen Jahrhunderte zuwenden und so erste Früchte einer Erweckung erkennbar sind. Dennoch möchte er zehn Kritikpunkte anführen, die heutige Gemeinden ändern müssen, um das zarte Pflänzchen nicht mit der Anpassung an den Zeitgeist zu zertrampeln.



So beginnt Washer bei der Fragestellung, ob die Bibel ausreichend ist, oder ob es darüber hinaus „sozial- und kulturwissenschaftliche Erkenntnisse benötigt, um eine Gemeinde zu betreiben“. Er spricht sich dafür aus, dass Gottes Wort die Gläubigen für alle Aufgaben angemessen ausrüstet. „Eine Gemeinde sollte für wirklich Suchende ansprechend sein, aber als Gemeinde sollte uns gleichzeitig klar sein, dass es nur einen Suchenden gibt“.

Jedoch bemängelt er das fehlende Wissen über Gott. Und so kann es „keine Ehrfurcht vor dem Herrn unter uns geben, wenn es kein Wissen von Gott unter uns gibt“. Sehr deutlich wird er, wenn es um das Kernthema des Menschen geht, die Sünde. Vielerorts reichen heute drei Fragen, die zum Nachdenken bringen sollen, aus, damit ein Gebet gesprochen und Jesus ins Herz eingeladen wird. „Auf diese Art und Weise produzieren wir Kinder der Hölle“.

Daher betont er keine oberflächliche Behandlung des Themas Sünde, sondern das Herz des Gottfernen ist zu pflügen, bis der Geist Gottes seine Arbeit aufnimmt und die Herzen aufbricht. „Unser größtes Problem ist, dass uns das Selbst mehr wert ist als Gott“.

Dieses Dilemma resultiert daraus, dass Menschen nicht mehr den Inhalt des Evangeliums kennen. Deshalb gilt es neu Gottes Heiligkeit, seinen Zorn über Sünde und die Bedeutung des Kreuzes in den Vordergrund der Verkündigung in der Gemeinde und im Privaten zu stellen.

Und so beginnt Evangelisation bei der Natur Gottes. Wenn die Wesenszüge und Charaktereigenschaften Gottes aufgezeigt wurden, dann bedarf es keinerlei Übergabegebete.

Wer so vom Geist überführt wurde, der kommt auch zum letztendlichen Ziel und Ergebnis einer Erweckung: der Gründung einer schriftgemäßen Gemeinde. Christus war bereit sein Leben für diesen kostbaren Schatz zu geben, von daher sollten Leiter sich nicht scheuen, Gemeindezucht anzuwenden, um die „Böcke von den Schafen“ zu trennen. „Die Gemeinde ist die Braut Jesu und sie ist ihm wertvoll. Er achtet auf sie und darauf, wie Sie und ich mit ihr umgehen“.

Daher sollte sich die Gemeinde von der Welt absondern, doch Predigten über Heiligung sind nur mit Mühe und einer Lupe zu finden. „Das Wesen Gottes leitet unsere Entscheidung bei jedem Einzelaspekt unseres Handelns“.

Und so sollte es in der Gemeinde Jesu auch in Äußerlichkeiten einen sichtbaren Unterschied zu Nichtchristen geben.

Das vorletzte Kapitel blickt auf das Thema Familie. Hierbei betont Washer, dass die Familie niemals um des „Dienstes für den Herrn“ zurückstehen darf, denn die „Vernachlässigung Ihrer Familie ist der Preis für das kleine Königreich, das Sie sich einrichten wollen“.

Das Buch schließt er mit einem Kapitel über Pastoren, die geistlich nicht mehr klar am Wort bleiben. Solche Gemeindeleiter verführen schlussendlich die Herde, wie dies aktuell durch die Emergente-Bewegung der Fall ist. Dem Verfall setzt er Treue zu Gottes Wort und Disziplin im Bibelstudium entgegen. „Männer, Sie sollen über biblische Gottseligkeit und einen biblischen Charakter nachdenken und diese Dinge in sich aufnehmen“.



Insgesamt ist die vorliegende Predigt ein Weckruf für die heutige Generation. Es führt dem unvoreingenommenen Leser die Missstände der Zeit vor Augen und ermutigt dazu, nicht dabei stehen zu bleiben. Vor allem Männer werden angesprochen, den von Gott zugewiesenen Platz in der Leitung der Familie und Gemeinde neu einzunehmen.

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