Die Bibel FBÜ - Hardcover/Leinen

Benjamin Fotteler BibelÜbersetzung

Die Bibel FBÜ - Hardcover/Leinen

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Eine neue Bibelübersetzung ist erschienen! Die "FBÜ" ist von Benjamin Fotteler erarbeitet und... mehr

Eine neue Bibelübersetzung ist erschienen! Die "FBÜ" ist von Benjamin Fotteler erarbeitet und herausgegeben worden.
Zu seiner Bibelforschung schreibt er:

"Mit jeder neuen Bibelausgabe stellt sich die Frage, wozu diese angefertigt worden ist. Um es in drei Sätzen zu sagen:
- Ich wollte eine Bibel haben, in welcher die sprachlichen Betonungen und Hinweisungen Gottes enthalten sind, also sozusagen nicht Luthers Fettdruck, sondern Gottes Fettdruck zu lesen ist.
- Ich wollte eine Bibel haben, deren Grundtext weder innere noch äußere Widersprüche und Fehler hat.
- Ich wollte, so weit wie möglich, die Bibel haben, die dem Apostel Johannes seit der Fertigstellung des Neuen Testamentes vorlag.

Die folgenden Absätze sollen diese drei Aussagen stichprobenartig erläutern. Wer aber weitere und tiefergehende Informationen zu diesem Thema lesen möchte, der kann sie im Anhang "Argumente für die FBÜ" finden.
Der Übersetzungsstil der FBÜ ist inspirationsbewahrend, was bedeutet, dass die von Gott inspirierten Eigenschaften, insoweit sie erkannt worden sind, bei der Übersetzung bewahrt wurden. Dadurch soll sichergestellt werden, dass das Wort Gottes nicht gekürzt, verwässert, mit Menschenworten ersetzt oder mit Menschenworten erweitert wird. Wer nun den griechischen Grundtext, insbesondere der Evangelien, liest, wird viele für den Griechen befremdliche Eigenheiten wahrnehmen, sei es der Gebrauch des Artikels, seien es die Partizipialkonstruktionen, seien es die gehäuften Betonungen, seien es die zahlreichen Hebraismen, weshalb es aufgrund der Inspirationstreue in der FBÜ viele für den Deutschen befremdliche Eigenheiten gibt. Des Weiteren werden auch die drei Befehlsgrade unterschieden: modaler Futur (du musst dies tun), Imperativ (tue dies) und Konjunktiv (du sollst dies tun). Der Grundtext für das Neue Testament ist "The New Testament in the Original Greek – Byzantine Textform 2018" von Robinson und Pierpont. Der Nestle-Aland-Text, der identisch mit dem United-Bible-Societies-Text ist, wurde abgelehnt, weil dieser auf wenigen Handschriften beruht, die ständig voneinander abweichen und auch etliche nachweisliche Fehler enthalten, womit sie keine zuverlässigen Quellen zur Textrekonstruktion darstellen können. Erschreckenderweise hat Bruce Metzger, ein Herausgeber des Nestle-Aland, zugegeben, dass sie in Lukas 4:44 absichtlich die Lesart gewählt haben, die im Widerspruch mit Markus 1:39 ist, weil sie Fehler und Widersprüche begünstigt haben. Offenkundig ist der Nestle-Aland-Text ein bibelkritischer Kunstgriff, um die Vertrauenswürdigkeit der Heiligen Bibel zu untergraben. Der Textus Receptus wurde ebenfalls abgelehnt, weil dieser nicht fehlerfrei ist, da sich in ihm Matthäus 10:9f und Markus 6:8 widersprechen, und er stellenweise ahistorisch ist, da in allen griechischen Textzeugen in Offenbarung 22:19 "Gehölz des Lebens" steht, und in keiner so wie in ihm "Buch des Lebens". Der gewählte Grundtext von Robinson und Pierpont hat keine nachweislichen Fehler oder Widersprüche, hat keine ahistorischen Stellen und basiert auf Hunderten von Handschriften, die sich über die Jahrhunderte hinweg durch ihren bewahrenden Charakter auszeichneten. Da die Prophetien der Bibel kein Zufallsprodukt aus Menschenhand sein können, muss die Bibel göttlich inspiriert und somit ursprünglich fehlerlos sein.
Der Grundtext für das Alte Testament ist eine eigene Rekonstruktion auf Basis des Textzeugen-Apparates aus "Vetus Testamentum Graecum cum variis Lectionibus" von Holmes und Parsons. Der Masoretische Text wurde abgelehnt, weil dieser etliche nachweisliche Fehler, bspw. 1.Mose 49:10, Josua 15:21-32, Richter 20:15,35,46f, und auch Widersprüche zum Neuen Testament enthält. In einer Qumranrolle, der Septuaginta und der Vetus Latina steht in 5.Mose 32:43 die Prophetie, dass alle Engel dem Herrn Jesus huldigen werden, wie es in Hebräer 1:6 zitiert wird, doch im Masoretischen Text ist diese Prophetie nicht enthalten, womit dieser offenkundig von Gott inspirierte Aussagen ausgelassen hat und keine treue Wiedergabe des Originaltextes sein kann. Leider ist es so, dass viele Stellen, die in der Septuaginta klare Prophetien über Jesus sind, im Masoretischen Text dunkel und entstellt erscheinen. Die bibelkritischen Fassungen der Septuaginta, sei es die von Ralphs oder eine andere, haben dieselben Mängel wie der Nestle-Aland-Text, weshalb ich auch diese abgelehnt habe. Nur die byzantinische Fassung der Septuaginta hat keine Widersprüche zwischen den alttestamentlichen Passagen und den neutestamentlichen Zitaten derselben und hat keine nachweislichen Fehler.
Auch wenn die Forschung hier noch in ihren Kindsschuhen steckt, so ist der für die FBÜ verwendete Grundtext des Alten Testamentes dennoch gut. Gemäß Epheser 2:2 ist in den Kindern des Ungehorsams der Geist des Bösen wirksam, während in den Kindern Gottes bekanntlich der Geist Christi wirksam ist. Um nun zu verhindern, dass in der Bibel, die du liest, Einflüsse des Bösen und damit Gift für den Glauben verborgen liegen, müsste man verhindern, dass die Ungläubigen Einfluss auf den Inhalt gehabt haben. Aber ebenso müsste man verhindern, dass Christen, die unkritisch die Irrtümer der Ungläubigen übernommen haben, Einfluss auf den Inhalt gehabt haben. Den Masoretischen Text haben pharisäische Juden überliefert, die den Heiland Jesus Christus verleugnet und verachtet haben. Die alexandrinischen Handschriften sind uneinheitlich von allerlei Leuten erstellt worden. Den byzantinischen Text des Neuen und Alten Testamentes haben Urchristen, Paulikaner, Bogomilen und Orthodoxe einheitlich überliefert und davor haben uns die vorchristlichen Juden den byzantinischen Text des Alten Testamentes überliefert. Welcher Text wurde uns von Kindern Gottes und welcher von Ungläubigen überliefert? Die einen rekonstruieren den Grundtext unter der Annahme, dass das Original fehlerhaft sei, und die anderen unter der Annahme, dass das Original Gottes unfehlbares Wort sei. Welche dieser Annahmen beruht auf den Einflüssen des Geistes des Bösen und welche ist im Einklang mit dem Geist Christi? Selbiges gilt auch für die Übersetzungsweise. Die Bibel lehrt uns: "Prüft aber alles; das Schöne haltet fest!" Hast du dir diesen Befehl des Herrn bei diesem so wichtigen Thema schon zu Herzen genommen?
Die Kapitel und Verse sind meistens gemäß der traditionellen Einteilung gesetzt. In dem Fußnotenapparat werden Abweichungen der Verseinteilung zum Textus Receptus und zum Masoretischen Text angegeben, ebenso alternative Lesarten des Grundtextes, alternative Übersetzungen und Hinweise zum Grundtext, welche das Verständnis fördern. In dem Randapparat werden die zu den im Text stehenden Sternzeichen zugehörigen Kapitel und Verse angegeben. Eingerückte Versangaben beziehen sich auf eine Zeile oberhalb."

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Kundenbewertungen für "Die Bibel FBÜ - Hardcover/Leinen"
10.06.2022

FBÜ-Bibel

Hier einige Anmerkungen zum Kommentar von M A
1) Um in der Sprachenlehre nicht einer theologischen Einengung oder Erweiterung zu erliegen ist es sinnvoll, die ausführlichsten sprachwissenschaftlichen Werke zu betrachten. Daher kann das, was bei CSV gesagt wird, nicht das Maß der Dinge sein. Das sehr ausführliche Altgriechisch-Wörterbuch der deutschen Sprache, der Pape-Benseler, besagt, dass σώζω auch erhalten und bewahren heißen kann. Und das internationale Standartwerk für Altgriechisch, der Liddle-Scott-Jones, besagt, dass σώζω auch keep und preserve bedeuten kann.
2) Etliche der frühen Christen haben 1.Kor. 3:15 ebenso gedeutet wie ich. Hier reden wir nicht von Theologen und Sprachwissenschaftlern, die das Altgriechische angelernt haben, sondern von denen, die diese Sprache als Muttersprachler beherrschten. Zu diesem Abschnitt predigt Johannes Chrysostomus eingehend über die Hölle und schließt nach kurzer Erklärung, warum σώζω hier nicht im positiven Sinn gedeutet werden braucht, mit folgenden Worten ab: So drückt er auch hier durch das: „er wird gerettet werden“ nichts Anderes aus als die Steigerung der Strafe, wie wenn er sagte: „Er wird beständig der Strafe unterliegen.“
3) Wie man in "Argumente für die FBÜ", in den Kommentaren des Chrysostomus und anderswo nachlesen kann, wird dadurch in keinster Weise eine Sonderlehre verkündet, sondern sinngemäß nur diese: "Wenn du dein Auto dem Herrn weihst, aber nicht dein Herz, dann gehst du zur Hölle, und die ist ewig." Diese Lehre wird von der ganzen Bibel gestützt.
4) Bei μετανοέω kennt das internationale Standartwerk für Altgriechisch, der Liddle-Scott-Jones, mehrere Bedeutungen. Einmal "change one's mind or purpose" und einmal "repend". Zwar nicht alle, aber auch die meisten deutschen Altgriechisch-Wörterbücher besagen, dass es nicht nur umdenken, sondern auch bereuen bzw. Buße tun bedeutet. Da dieses Wort also mehrere Bedeutungen hat, sollte man es an den jeweiligen Stellen gemäß dem Kontext übersetzen und nicht stur Konkordant.
5) Es wird behauptet, μετανοέω mit Buße tun zu übersetzen sei eine Manipulation, da seine Bedeutung umdenken und in keiner Art büßen sei. Wenn das wahr wäre, dann wären so viele Übersetzungen wie Luther, Schlachter, Menge, Elberfelder etc. letztlich auch als Bibelverfälschungen anzusehen, da in ihnen dem Leser ja ebenso verwehrt wird zu erkennen, dass μετανοέω umdenken und in keiner Art büßen bedeute. Das ist absurd!
6) Die Zeugen Jehovas manipulieren ihre Bibel, indem sie Worte so übersetzen, wie es sprachlich gar nicht möglich ist, und dadurch Sonderlehren entwerfen, die mit der biblischen Lehre im Widerspruch sind. In der FBÜ werden Worte innerhalb ihrer Bedeutungsvielfalt übersetzt und keine Sonderlehren erzeugt, wie oben nachgewiesen.
Die Gleichstellung der FBÜ und der ZJ-Bibel ist, wenn man die Fakten betrachtet, eine groteske Denunziation.

05.06.2022

Leider keine getreue Wiedergabe des Griechischen

Eine gute Bibelausgabe zu haben, die den Text der Septuaginta, mit dem des neuen Testamentes verbindet, wäre eine schöne Sache gewesen.

Leider hat der Übersetzer mehrfach nach dem Prinzip übersetzt, dass auch die Zeugen Jehovas verwenden, nämlich dem, eine Übersetzung so anzufertigen wie es der eigenen Lehre passt und die Übersetzung dahingehend zu manipulieren.
Daher übersetzt der Autor z.B. 1. Korinther 3,15 wie keine andere verbreitete deutsche Übersetzung mit:
15 Falls jemandes Werk verbrennen wird, wird er Schaden leiden, er selbst aber wird erhalten werden, so aber wie durchs Feuer.
In seinem Vorwort, warum man seine Bibelübersetzung wähle sollte, schreibt der Autor dazu, dass wenn das Werk eines Menschen verbrennt, er verloren gehe.
Er behauptet der Vers meine ein Mensch werde in der Hölle erhalten um im Feuer zu brennen.
Zitat:
„Wie das Vulkanfeuer einen Berg zum Brennen bringt und auch speist, so wird der Leib des Verdammten durch das Höllenfeuer brennen und auch erhalten werden.“
Dem ist zu entgegen, dass im Neuen Testament das griechische Wort sozo nicht dazu verwendet wird um ein Erhalten für eine Strafe oder ein Gericht auszudrücken, sondern für eine Errettung von Tod, Krankheit, Sünde oder Gefahr, wie sich jeder selbst überzeugen kann.
https://www.csv-bibel.de/strongs/g4982
Auch in Mt 16:25 und 1.Tim 4:10 wird sozo in einem Sinne gebraucht, der eine positive Intention desjenigen der retten möchte impliziert, auch wenn in Mt 16:25 der Wunsch des Menschen sein Leben zu retten, keinen Erfolg haben wird, hat dieser Mensch nicht die Absicht das Leben für ein Gericht oder eine Strafe zu erhalten.
Zudem ist der Vers eine ganz offensichtliche Gegenüberstellung zwischen dem Schaden leiden auf der einen Seite, wenn jemands Werk verbrennt und seinem wie durchs Feuer gerettet werden auf der anderen Seite.
Außerdem ist die Hölle FEUER und nicht WIE (griechisch hos) Feuer.
Es ergibt auch keinen Sinn, dass der Autor das griechische Wort (dia) dahingehend interpretiert, dass jemand in der Hölle durch Feuer erhalten bleibe, das Feuer also die Ursache seines Erhalten sei.
Neben dieser Stelle manipuliert der Autor weiter, indem er das griechische Wort metanoeo im Neuen Testament mit Buße tun übersetzt:
Markus 1:15 und sagte: „Die Zeit ist erfüllt und das Königreich Gottes ist nahe; tut Buße und glaubt an das Evangelium!“
Im Alten Testament das Wort metanoeo als Gott es tut aber mit umdenken übersetzt:
10 Und Gott sah ihre Werke, dass sie sich abwandten von ihren Wegen, den bösen; und Gott dachte um über das Übel, welches er geredet hatte, um es ihnen zu tun, und er tat’s nicht.
Damit verwehrt der Übersetzer den Lesern seiner Übersetzung, zu erfahren, dass das griechische Wort metanoeo nicht nur Menschen machen können, sondern auch Gott getan hat und das seine Bedeutung eben umdenken und nicht irgendeine Art von büßen nach dem heutigen Sprachverständnis ist.
Andere Bibel übersetzen die Stelle in Jona aus dem Hebräischen, dass sie dort nicht konkordant sind, mag der Tatsache geschuldet sein, dass es sich um eine andere Sprache handelt.
(Obwohl die King James Bibel zum Beispiel beide Bibelstellen mit dem Wort repent wiedergibt.)
Der Autor dieses Werkes, übersetzt Jona aber aus dem Griechischen und es gibt keinen Grund metanoeo nach den eigenen theologischen Vorlieben für die Leser mal so und mal so zu übersetzen.
Ich kann jedem nur empfehlen der die
PDF: Benjamin Fotteler: Argumente für die FBÜ
hier auf dieser Seite zu lesen, wer von den Argumenten des Autoren, die er dort anführt überzeugt ist, …
Meiner Ansicht nach, ist dieses Werk ist keine treue Übersetzung der Bibel, die dem Leser dazu führt Gottes Wort vom Heiligen Geist geleitet durch eigenes Studium so zu erkunden wie es geschrieben steht, sondern der Versuch eine auf die Theologie des Autoren ausgerichtete Übersetzung zu haben. Für mich ähnlich mangelhaft wie die Neue Welt Übersetzung der Zeugen Jehovas.
Das ist wie gesagt sehr bedauerlich, denn eine vernünftige Bibelübersetzung die den Text der Septuaginta im Alten Testament mit dem Mehrheitstext im Neuen Testament wiedergibt, wäre sicherlich interessant gewesen.

27.05.2022

Der Text der ersten Christen

Des vielen Bibelmachens ist kein Ende. Mit der FBÜ (Benjamin Fotteler Übersetzung) hat Benjamin Fotteler im Jeremia Verlag eine weitere deutsche Bibelübersetzung auf den Markt gebracht, die besonders Liebhaber des Mehrheitstextes erfreuen wird.



Wer ist der Autor?

Benjamin Fotteler verortet sich selbst als einen Christen, „der den Glauben der ersten Christen, der alten Waldenser, der ersten Baptisten und der Mennoniten-Brüdergemeinden hat. Den Glauben der Väter bewahre ich, indem ich in der Heiligung voranschreite, da ihr Glaube ein Glaube in der Heiligung war, was alle Bereiche meines Lebens betrifft, sowohl die Wahl des Grundtextes und der Übersetzungsweise der Bibel als auch meine Bekleidung, mein Betragen und die Beschäftigungen in meiner Freizeit. Das höchste Ziel meines Lebens ist die Erfüllung der ersten Bitte im Vater-Unser, dass Gottes Name geheiligt werde.“ Er ist in der Mennoniten-Brüdergemeinde im Frankenthal beheimatet und arbeitet als freiberuflicher Software-Engineer und Schriftsteller.



Was kennzeichnet die FBÜ?

Der Übersetzer meint hierzu:

Ich wollte eine Bibel haben, in welcher die sprachlichen Betonungen und Hinweisungen Gottes enthalten sind, also sozusagen nicht Luthers Fettdruck, sondern Gottes Fettdruck zu lesen ist.
Ich wollte eine Bibel haben, deren Grundtext weder innere noch äußere Widersprüche und Fehler hat.
Ich wollte, so weit wie möglich, die Bibel haben, die dem Apostel Johannes seit der Fertigstellung des Neuen Testamentes vorlag.
Deshalb betont er auch, „dass der Übersetzungsstil der FBÜ inspirationsbewahrend ist, was bedeutet, dass die von Gott inspirierten Eigenschaften, insoweit sie erkannt worden sind, bei der Übersetzung bewahrt wurden. Dadurch soll sichergestellt werden, dass das Wort Gottes nicht gekürzt, verwässert, mit Menschenworten ersetzt oder mit Menschenworten erweitert wird.“ Und so hat er sich der Übersetzung der Bibel angenommen. Für das Alte Testament referiert er dabei auf die Septuaginta wohingegen er im Neuen Testament auf die Ausgabe von Robinson und Pierpont[1] setzt, da diese laut dem Übersetzer „keine nachweislichen Fehler oder Widersprüche und keine ahistorischen Stellen hat und auf Hunderten von Handschriften basiert, die sich über die Jahrhunderte hinweg durch ihren bewahrenden Charakter auszeichneten.“ Stefan Drüke – bekannt aus dem Format bibleteaching - gibt hierbei zu bedenken, dass „der Text von Robinson und Pierpont zur byzantinischen Textform zählt und damit dem Mehrheitstext entspricht.“. Zudem ist Fottelers Behauptung entgegenzuhalten, dass diese genauso für Nestle-Aland gilt.



Ebenso herausfordern ist die Aussage, „die bibelkritischen Fassungen der Septuaginta, sei es die von Ralphs oder eine andere, haben dieselben Mängel wie der Nestle-Aland-Text, weshalb ich auch diese abgelehnt habe. Nur die byzantinische Fassung der Septuaginta hat keine Widersprüche zwischen den alttestamentlichen Passagen und den neutestamentlichen Zitaten derselben und hat keine nachweislichen Fehler.“ Jedoch gibt der Autor selbst zu, dass „die Forschung hier noch in den Kindheitsschuhen steckt“. Dennoch geht er von einem soliden Grundtext für das Alte Testament aus. Im Vergleich dazu ist man bei Nestle-Aland schon deutlich weiter. An dieser Stelle sei auf den lesenswerten Artikel von Joachim Schmitsdorf [2] verwiesen, der in Bibel und Gemeinde auf den Unterschied zwischen Textus Receptus oder Nestle-Aland eingeht. Spannend bei alledem ist, dass dies die erste deutsche Bibelausgabe ist, die im AT den Text zur Grundlage hat, den die ersten Christen zur Hand hatten.



Wie liest sich die FBÜ?

Zunächst einmal ist diese Übersetzung sehr formal, sie ist nicht immer leicht zu verstehen.

„Am Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde. * Die Erde war aber unsichtbar und unbearbeitet, und Finsternis war über der Tiefe; und Gottes Geist drängte über dem Wasser an.“ (1. Mose 1,1f; FBÜ)
Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde. Und die Erde war wüst und leer, und Finsternis war über der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte über den Wassern. (1. Mose 1,1f; unrevidierte Elberfelder CSV)
„Und es sollen eure Herzen vollkommen sein zu dem Herrn, unserem Gott, dass ihr sowohl heilig in seinen Geboten wandelt als auch seine Gebote bewahrt, wie an diesem Tag.“ (1. Könige 9, 59, FBÜ).
„Und euer Herz sei ungeteilt mit dem HERRN, unserem Gott, um in seinen Satzungen zu wandeln und seine Gebote zu halten, wie es an diesem Tag ist.“ (1. Kö. 8,61 CSV)
Dieser Übersetzungsstil ist prinzipiell gut, denn so muss der Geist des Menschen mehr über das Göttliche nachdenken und erhält nicht schon eine Interpretation.



In seiner Formtreue zum Grundtext ist die FBÜ – gerade im Vergleich zum Griechisch im Neuen Testament – nicht tadellos, aber auch nicht unter den kommunikativen Übersetzungen zu verorten. Grammatisch ist die FBÜ eher dem umgangssprachlichen Deutsch angenähert. Hier einige Textbeispiele:



„Und es geschah an einem der Tage, dass er lehrte; und es saßen Pharisäer und Gesetzeslehrer, welche von jedem Dorf aus Galiläa und Judäa und aus Jerusalem gekommen sind; und die Kraft des Herrn war da, auf dass er sie heile.“ (Lukas 5,17; FBÜ)
„Und es geschah an einem der Tage, dass er lehrte; und es saßen da Pharisäer und Gesetzeslehrer, die aus jedem Dorf von Galiläa und Judäa und aus Jerusalem gekommen waren; und die Kraft des Herrn war da, dass er heilte.“ (Lukas 5,17; CSV)
„Als die also nun das Wort des Herrn bezeugt und geredet hatten, kehrten sie nach Jerusalem zurück und evangelisierten viele Dörfer der Samariter.“ (Apostelgeschichte 8,25; FBÜ)
„Nachdem sie nun das Wort des Herrn bezeugt und geredet hatten, kehrten sie nach Jerusalem zurück und verkündigten das Evangelium vielen Dörfern der Samariter.“ (Apg. 8,25; CSV)
„Geliebter, über allem bete ich, dass es dir wohlergehe und du gesund seiest, so wie es deiner Seele wohlergeht.“ (3. Johannes 2; FBÜ)
„Geliebter, ich wünsche, dass es dir in allem wohlergeht und du gesund bist, wie es deiner Seele wohlergeht.“ (3. Joh. 2; CSV)
Insgesamt sind die Unterschiede zwischen Nestle-Aland und Textus Receptus nicht so groß, dass sich eine kontroverse Diskussion geschweige denn eine Lagerbildung von großem Nutzen wäre. Des Weiteren sei auf die vier Videos von bibelteaching[3] hingewiesen, die sich auch dieser Thematik annehmen.



Was gibt es Konstruktives?

Gewöhnungsbedürftig ist, dass Fotteler eine andere Sortierung der Bibelbücher vornimmt, als man dies aus den üblichen Bibeln gewohnt ist. Zudem nennt er manche Bücher auch anders, so lautet das Buch Josua Jesus Nave. Hinzukommt, dass Fotteler auch eine andere Nummerierung der Psalmen vornimmt (Psalm 23 ist bei ihm Psalm 22) was den Vergleich mit anderen Bibelausgaben erschwert und vergleichendes Lesen von Bibelstellen mühsam macht. Ein großes Manko ist, dass bei dem nicht geringen Preis, keinerlei Kartenmaterial sowie Stichwortverzeichnis mit hinzugenommen wurde. Dafür erhält der Leser eine über 95 Seiten lange argumentative Begründung für die Veröffentlichung der FBÜ, in der der Autor seinerseits darlegt, weshalb er für gewisse "ungeistliche Einflüssen des Nestle-Aland und auch des Masoretischen Textes" sensibilisieren möchte.



Welche Ausgaben gibt es?

Die FBÜ gibt es als hochwertige – in Leinen eingebundene - Ausgabe beim Jeremia Verlag. Der Autor hat den Text aber auch auf seiner Homepage zur Verfügung gestellt: http://fb-bibel.de/start.htm.



Weshalb sollte man die FBÜ erwerben?

Fotteler legt eine weitere Bibelausgabe vor, die sich dem Mehrheitstext verschreibt. Insgesamt erhält man eine Hilfe, um im Deutschen die Feinheiten einzelner Verse herauszuarbeiten. „Ich bin mir bewusst, dass meine Bibelübersetzung nicht vollkommen ist, bin aber auch davon überzeugt, dass sie etliche Vorteile den gängigen Übersetzungen gegenüber hat.“ Wie bereits erwähnt, ist es spannend, die Bibel der ersten Christen – Septuaginta im AT – nun auch in Deutsch in den Händen zu halten. Die FBÜ ist eine Ergänzung zu den gängigen Bibelausgaben und kann im Textvergleich weitere Erkenntnisse ermöglichen, sofern man nicht direkt im Ausgangstext nachlesen kann.

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