Predigen – fesseln oder faseln?

Stuart Olyott

Predigen – fesseln oder faseln?

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Was ist schlimmer, als mit Gottes lebendigem Wort Zuhörer tödlich zu langweilen? Trotzdem... mehr

Was ist schlimmer, als mit Gottes lebendigem Wort Zuhörer tödlich zu langweilen? Trotzdem geschieht genau das sehr oft.
Wie kann eine Predigt gelingen? Was muss dabei beachtet werden? Wie sollten wir uns auf eine Predigt vorbereiten? Welche Hilfsmittel stehen uns dafür zur Verfügung? Was müssen wir berücksichtigen, wenn wir die Predigt dann halten?
Diese und viele andere Fragen beantwortet der Verfasser des vorliegenden Buches. Er kann dabei auf einen jahrzehntelangen Predigtdienst zurückblicken und aus seinem reichen Erfahrungsschatz als Verkündiger der biblischen Botschaft schöpfen. Darüber hinaus gehen seine Ausführungen auf Seminare zurück, die er zum Hauptanliegen dieses Buches gehalten hat. Es schließt mit dem kurzen Lebensbild eines Predigers, der beispielhaft vorgelebt hat, worum es darin geht.

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Kundenbewertungen für "Predigen – fesseln oder faseln?"
12.08.2021

Hilfreich mit Schwächen

Wenn man predigt: Wie kann man dieses Buch lesen, ohne depressiv zu werden? Wenn man nicht predigt: Wie kann man dieses Buch lesen und trotzdem irgendwann predigen? – Indem man nicht alles ernst nimmt und das für einen selbst Hilfreiche gelassen umzusetzen versucht.

Gelassenheit sollte man sich am besten schon vor der Lektüre vornehmen, um vor der einen oder anderen etwas merkwürdig anmutenden Attacke des Autors gefeit zu sein. Eine Kostprobe: „Wenn ich an Predigten in den Kreisen denke, in denen ich mich bewege, habe ich an ihrem Inhalt sehr wenig auszusetzen. Aber fast alle von ihnen werden schlecht ausgeführt“ (S. 140). Oder: Über einen Prediger, der in dem auszulegenden Bibelabschnitt, egal wo er sich in der Bibel befinde, nicht veranlasst werde, Christus zu predigen, sei zu sagen: „Er hat das Buch der Bücher nicht verstanden; und wenn er es nicht verstanden hat, sollte er nicht predigen!“ (S. 24). Und schließlich: Als Folge davon, dass viele Christen keine lehrhaften Predigten hörten, gebe es „nicht sehr viele Christen, die etwas von der Freude des Seelengewinnens kennen“ (S. 67). Ähnliche undifferenzierte Stellen könnte man noch manche zitieren.

Etwas ratlos macht einen auch eine lobende Erwähnung des Buches "An Alarm to the Unconverted" von dem Puritaner Joseph Alleine (1634–1668), dessen Qualität darin liege, zehn Arten von Menschen zu nennen, die offensichtlich nicht bekehrt seien. Außerdem erwähne Alleine zwölf verborgene Kennzeichen eines Nichtbekehrten. Wenn man auch diese jeweils einem bestimmten Personenkreis zuordne, folge dar-aus, dass es 22 Arten von nichtbekehrten Leuten gebe, und jede einzelne Art spreche er an, ohne einen einzigen Bibelvers zu missbrauchen. Die Schlussfolgerung, so könne man jedem dann in seiner Individualität begegnen, löst diese merkwürdige Hypothese keinesfalls zufriedenstellend.

Wer eine Predigt gehalten hat, bekommt vom Autor den Tipp: „Bitten Sie um Vergebung für jeden Punkt, an dem Sie es hätten besser machen können“ (S. 194). Würde man dies berücksichtigen, so müsste man bei einer 30-minütigen Predigt hinter-her mindestens genauso lange beten, da man immer fast alles anders und besser machen kann.

Sollte man dieses Buch über gutes Predigen lesen? Durchaus, da man so manches lernen kann. In den sachlicheren Passagen werden fundierte Hilfen vermittelt. Wer aber einen nüchterneren Stil mag, sollte auf alternative Werke zurückgreifen.

Jochen Klein / mehr Rezensionen auf www.denkendglauben.de

22.03.2021

Reformiere dein Predigen durch das WIE

Haben Sie auch manchmal den Eindruck, da wäre mehr drin gewesen? Eventuell sind Zuhörer bei Ihren Predigten auch eingeschlafen oder Sie erhielten die Rückmeldung, das verkündete Wort wäre salz- und kraftlos gewesen? Der erste Schock sitzt tief, doch ist bei Gott alles möglich. Pastor Stuart Olyott zeigt in „Predigen“ auf, wie Gottes Wort fesselt und der Prediger nicht ins Faseln gerät.
Der Autor (*1942) wurde Pastor der Belvidere Road Church in Liverpool, nachdem er am London Bible College ausgebildet und einen BD-Abschluss von der University of London erhalten hatte. Die Pastorate in Liverpool besetzten die Zeiträume 1967 bis 1982 und 1991 bis 1999. Des Weiteren hat Olyott einen MA von der University of Liverpool und einen ThD vom Trinity Theological Seminary, Indiana. Ein Markenzeichen Olyotts ist sein Anliegen, junge und unerfahrene Pastoren europaweit zu unterstützen, weshalb er viel unterwegs war. Erst in gehobenem Alter hat er sich mehr der Arbeit als Pastoraldirektor der Evangelischen Bewegung in Wales gewidmet. In der Christ Church in Deeside, Nordwales, gehört er heute zum Ältestenkreis.
Die Ausführungen Olyotts beruhen auf einer Seminarreihe zum Thema Predigen, weshalb hier weniger die Theorie, sondern vielmehr die Praxis des Predigens im Vordergrund steht. Das vorliegende Buch ist daher in drei Teile gegliedert, die unterschiedlich im Inhalt ausfallen. Im ersten Teil blickt Olyott in Kürze darauf, was eine Predigt ist. Dabei verfolgt er den Ansatz, den die Bibel vorgibt. Vier neutestamentliche Worte kennzeichnen das Predigen:
• kerysso = Verkündigung einer vom König gegebenen Botschaft
• evangelizo = Verkündigung einer guten Nachricht
• martyreo = Bezeugen von Tatsachen
• didasko = Ausbuchstabieren der Auswirkungen der Botschaft
Gemäß Olyott gehören alle vier Aspekte zu einer biblischen Predigt. Nach dieser Einführung geht der Verfasser sieben Aspekte durch, die seiner Überzeugung nach gutes Predigen ausmachen. Diese sieben Ansätze sind nichts Neues, aber bei Olyott schwingt mehr das WIE mit als das WAS des Predigens. Schließlich gibt es recht viele Bücher über das Predigen, aber weitaus weniger Veröffentlichungen, die zum WIE Auskunft geben. Daher schließt Olyotts Buch diese Lücke und seine Ausführungen enthalten somit doch Neues. Der Autor betont durchgehen, dass das Wort Gottes in Klarheit aber auch Einfachheit weitergegeben werden muss. „Wahre Prediger sind einfache Prediger“. Im dritten Teil stellt Olyott seine Predigtvorbereitungsmethode vor und weist auf Hugh David Morgan hin, der als Vorbild für biblisches Predigen – seiner Ansicht nach – hervorragend dient.
Das Buch ist jedem ans Herz zu legen, der aktiv im Verkündigungsdienst steht, sei es hauptberuflich- oder ehrenamtlich. Das liegt nicht daran, dass Olyott eine neue Methode vorstellt, ganz im Gegenteil. Schließlich beschreibt das Neue Testament das Predigen auf über 60 verschiedene Arten und Weisen. Dennoch sind Olyotts Ausführungen heilsam für so manchen blinden Fleck, der sich im Laufe der Zeit bei Verkündigern des Wortes Gottes eingeschlichen hat. Deshalb sollte das Buch jedem angehenden Prediger zum Selbststudium übergeben werden, damit von Anfang an Christus gepredigt wird. „Und wir haben seine Bedeutung nicht richtig verstanden, wenn wir darin nicht Christus gesehen haben“.
Ein besonderer Gewinn ist die Klarheit, in der es gilt, Gottes Wort weiterzugeben. Der Verfasser ist absolut kein Befürworter irgendwelcher Predigtevents, sondern betont vielmehr, ohne irgendwelche Hilfsmittel den Menschen zu begegnen. Allein das Wort Gottes in Einfachheit, Klarheit und Anschaulichkeit erklärt, ist ausreichend, damit Gottes Gnade durch die frohe Botschaft ausgestreut wird, sodass der Heilige Geist aktiv am Herzen des Sünders wirken kann. Die jahrelange Erfahrung des Predigens, die Dialoge mit Pastoren sowie das eigene Bibelstudium begegnen dem Leser auf jeder Seite. Dabei gehört Olyott zu denen, die Klartext sprechen. „Wo Christus nicht gepredigt wird, da kann man überhaupt nicht von einer Predigt sprechen“.
Predigen – Fesseln oder faseln ist ein forscher Appell eines Dieners des Herrn, um die Fehlentwicklungen in der Predigtausführung offen, ehrlich und anhand von Gottes Wort anzusprechen, um zurück zur Einfachheit des Evangeliums zu gelangen. Ohne dabei manipulativ, sondern treu dem Wort nach, Menschenherzen zu erreichen. Der Rezensent empfiehlt Predigten des Autors auf YouTube anzuschauen.
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