Mit meiner Gabe dienen
| Artikel-Nr | 682004000 |
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| ISBN | 978-3-95790-004-9 |
| Verlag | rigatio |
| Seiten | 240 |
| Erschienen | 01.03.2013 |
| Artikelart | broschiert, 20 x 27 cm |
Wollen Sie Ihre geistliche Gabe entdecken? Möchten Sie durch Ihren Dienst Frucht bringen? Suchen Sie nach einer Gelegenheit, Ihre Gabe in der Gemeinde einzusetzen? Dann finden Sie in diesem Kurs alles Wichtige dazu.
Dieser praktische 12-Wochen-Kurs zeigt, wie man seine Gabe entdeckt, trainiert, wie man sich in ihr bewährt und dem anderen damit dient.
Für jeden Gläubigen ein grundlegendes Thema. Gut gegliedert behandelt der Kurs anhand der Bibel die unterschiedlichen Arten von Geistesgaben. An vielen Beispielen zeigt er, wie wir sie heute konkret einsetzen können.
Machen Sie diesen Kurs allein oder mit anderen und lassen Sie sich neu dazu motivieren, Ihre Zeit und Energie gezielt zu einem effektiven Dienst für Gott zu investieren.
| Autor: | Eddie Rasnake |
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09.03.26 08:44 | Helmut
Eine wertvolle Hilfe für ein vernachlässigtes Thema
Das Vorwort ist für das Ziel des Kurses sehr aufschlussreich. Hier schreibt der Autor: „Wir erreichen die Welt nicht nur mit einer Handvoll bezahlter vollzeitiger Mitarbeiter. Gott möchte, dass wir uns alle auf dem Erntefeld des Dienstes nützlich machen. … Dieses Buch ist als Hilfsmittel gedacht, um Menschen von den Kirchenbänken auf die Erntefelder zu bringen.“
Um dieses Ziel zu erreichen beginnt der Kurs zunächst mit Prinzipien des Fruchtbringens und des geistlichen Leibes der Gemeinde. Dieser ist in viele Glieder aufgeteilt, die – eng miteinander verbunden – aufeinander angewiesen und für einander da sind, damit das Ganze richtig funktionieren kann. Auch Paulus schickt in Römer 12 der Aufzählung von Geistesgaben allgemeine geistliche Prinzipien voraus, die Voraussetzung dafür sind, dass wir die geistlichen Gaben, die Gott uns geschenkt hat, auch ausleben können.
Dann geht es zur Sache: Die einzelnen geistlichen Gaben werden zunächst einmal in „Kategorien“ eingeordnet und dann einzeln erklärt. Dass man hier in allem mit dem Autor übereinstimmt, ist bei diesem Thema fast unmöglich. Aber ich finde die Ausführungen des Autors ausgewogen und treffend. Die einzelnen Gaben werden lebendig und zeigen auch, was es in der Gemeinde an verschiedenen Diensten braucht. In der Summe bleibt manches offen (manche heißen Eisen versucht der Autor auf den letzten Seiten genauer zu behandeln), aber es geht ja nicht um eine erschöpfende theologische Abhandlung oder die Aufarbeitung von Streitfragen, sondern um den konkreten Dienst.
Diesem Thema der konkreten Umsetzung widmet der Autor nach der Behandlung der Frage, wie ich meine Gabe erkennen kann, ganze 4 Kapitel. Die letzte Lektion zeigt auf, dass das Ausüben der geistlichen Gaben unmittelbar mit dem Thema Liebe zusammenhängt. Alle einzelnen Bibelstellen zum Thema Gaben behandeln vorher oder nachher auch das Thema der Liebe zueinander.
Im Anhang werden noch einmal die einzelnen Gaben anhand der „Gabenlisten“ der Heiligen Schrift kurz erklärt und heikle Fragen aus der Sicht des Autors beantwortet.
Ich bin überzeugt, dass viele Geschwister ihre Gabe ausleben, ohne viel darüber zu wissen – einfach, weil sie mit dem Herrn leben und sich von Ihm führen lassen. Ich bin aber auch davon überzeugt, dass die Beschäftigung mit diesem Thema Lust auf mehr macht. Es wird aufzeigt, wo wir in unserer Gemeinde manchen sehr notwendigen Dienst glatt übersehen oder noch viel Potential nach oben haben und daher dementsprechende Mängel in der Gemeinde vorfinden. Deshalb ist dieser Kurs für Älteste, Leiter und alle Glieder der Gemeinde so wichtig und wertvoll.
1. Petrus 4,10: Dient einander als gute Verwalter der vielfältigen Gnade Gottes, jeder mit der Gabe, die er empfangen hat!
Helmut Prock
31.01.18 20:38 | Jakob Zellinger
Ein nicht uninteressantes Buch über die Gaben
Dieses Buch des amerikanischen Autors Eddie Rasnake ist als Arbeitsbuch gedacht und beinhaltet 12 Lektionen mit einem Anhang u.a. über das Verzeichnis der geistlichen Gaben. Die prinzipiellen Gedanken zum Thema "Gaben" finde ich hervorragend und machen deutlich, wie wichtig und zentral Gaben für jede christliche Versammlung sind. Der Autor hebt auch sehr schön die Verantwortung jedes einzelnen Christen in dieser Hinsicht hervor und warnt vor der Gefahr, dass einige wenige Begabte alle Aufgaben übernehmen. Je konkreter es aber um die einzelnen Gaben geht, desto unsicherer wird der Autor. Das beginnt schon damit, dass er etwa auf der Seite 65 eine m.E. willkürliche Kategorisierung der Gaben vornimmt, nämlich in Zurüstende Gaben, in aufbauende Gaben und in Bezeugende Gaben. Auch sonst lässt der Autor so manche Fragen hinsichtlich einzelner konkreter Gaben offen, etwa im Blick auf die Gabe der Zungen-/Sprachengabe. In so einem großartig aufbereiteten Arbeitsbuch darf man sich konkretere und entschlossenere Antworten erwarten. Gerade das wird im wohl wichtigsten Teil, dem Anhang ab Seite 230, besonders deutlich, wo zwar alle Gaben, die im Römerbrief, 1. Korintherbrief, Epheserbrief zu finden sind, aufgezählt werden, aber zum Teil unbefriedigend erklärt werden. Das mag vielleicht daran liegen, dass der Autor der griechischen Sprache (diese wird bemüht, wenn es um die Übersetzung der einzelnen Bibelstellen zu den Gaben geht) nicht so mächtig ist wie es den Anschein hat (als Lehrer der altgriechischen Sprache muss ich da kritisch im besten Sinn des Wortes sein). Konkret zur Gabe der Prophetie: Nach der Lektüre über die Gabe der "Weissagung" weiß ich als Leser nicht wirklich, ob es jetzt diese Gabe noch gibt oder nicht, ob ich sie richtig verstanden habe oder nicht. Dabei bedeutet das Wort "prophemi" doch eigentlich "nur": "Für jemanden reden", "Sprachrohr sein", "anstelle von jemanden reden". Wenn man es so sieht, dann gibt es diese Gabe nicht nur, sondern ist extrem wichtig für jede Gemeinde. Nicht viel besser sieht es mit der Gabe des Apostels aus: Ich zitiere: "Heute gibt es keine Apostel mehr....In einem weiteren Sinne können wir heute darunter vielleicht die Berufung und Befähigung verstehen, Gemeinden zu gründen." Dabei bräuchte man das griech. Wort "apostolos" nur mit dem entspr. lat. Wort, nämlich Missionar wiedergeben und schon ist klar, dass es diese Gabe oder dieses Amt auf jeden Fall noch gibt, ja geben muss.
Nichtsdestotrotz ist dem Autor das wunderbare Bemühen zu Gute zu halten, die so sehr vernachlässigten Gaben zu thematisieren und ins Bewusstsein zu rufen, damit man sich einfach auch selber damit beschäftigt, damit arbeitet und dadurch die Gemeinden nicht nur wachsen, sondern auch so aufblühen, dass wir als Christen zusammen Christus in dieser Welt besser darstellen, was ja unser höchstes Ziel sein sollte.