Modernes Pharisäertum
Modernes Pharisäertum
| Artikel-Nr | 367391000 |
|---|---|
| ISBN | 978-1-913232-91-7 |
| Verlag | hmaidan.media |
| Seiten | 160 |
| Erschienen | 18.11.2025 |
| Artikelart | Softcover, 12,5 x 18,5 cm |
Der Autor entlarvt mit scharfem Blick den Geist des Pharisäertums als zeitloses Problem – nicht nur bei "den anderen", sondern mitten unter uns und in uns selbst. Seine Analyse ist biblisch fundiert, sprachlich packend und durchzogen von einer aufrichtigen Demut. Er legt den Finger in wunde Punkte wie geistliche Überheblichkeit, gesetzliche Absonderung und das Erheben menschlicher Regeln über Gottes Wort – ohne dabei ins pauschale Aburteilen zu verfallen.
Besonders hervorzuheben ist die klare Differenzierung zwischen biblischer Absonderung und sektiererischer Abgrenzung, zwischen göttlicher Wahrheit und menschlichen Zusatzgeboten. Dabei bleibt das Buch stets am Puls der Schrift und ruft zur Selbstprüfung auf – nicht mit dem Fernglas, sondern mit dem Spiegel.
Fazit: Ein dringlicher Appell zur Rückkehr zu einem lebendigen, barmherzigen und von Christus geprägten Glauben – fernab vom toten Regelgehorsam. Biblisch tiefgehend, sprachlich kraftvoll und geistlich heilsam. Sehr empfehlenswert für alle, die das wahre Evangelium (neu) verstehen und leben möchten.
"Wenn ihr in meinem Wort bleibt, seid ihr wahrhaft meine Jünger" Joh 8,31
| Autor: | Jan Philip Svetlik |
|---|
4 von 4 Bewertungen
5 von 5 Sternen
Anmelden
26.02.26 19:08 | Andre
Ein hervorragendes Buch!
Das Buch ist humorvoll, plastisch aber vor allem ehrlich geschrieben.
Es ist auch schön, dass der Autor zuvor schon ein Buch über Sanftmut verfasst hat. Das macht deutlich, dass es nicht um eine Abrechnung geht, sondern um die Hoffnung auf Lerneffekte und Heilung.
Für mich war das Buch, aber auch in dreierlei Hinsicht schmerzhaft!
1.)
Es war schmerzhaft zu erkennen, wieviel Pharsäer in einem selbst steckt.
2.)
Es ist schmerzhaft zu wissen, dass diese Probleme kein Einzelfall, sondern eher flächendeckend sind. Ich habe vor einiger Zeit in einer KI nach Vor- und Nachteilen von Brüderstunden, insbesondere in "geschlossenen" Gemeinden suchen lassen. Es ist erschreckend wie die Maschine anhand des Datenmaterials die Punkte des Buches zu Tage gefördert hat.
Das geht eben nur, wenn diese Probleme eine gewisse Häufigkeit erreicht haben, zumal vieles gar nicht veröffentlicht wurde.
3.)
Es ist schmerzhaft zu sehen, wieviele Andere diese Dinge schon angesprochen haben, aber gescheitert sind, aber auch ein Trost, dass diese Dinge nun nochmal kompakt von einem Christen verfasst worden sind, dessen Leben zeigt, dass er nicht aus Kritiksucht handelt, sondern in erster Linie positiv arbeitet.
Ich hoffe, dass steter Tropfen den Stein höhlt, wobei das Buch eher ein Fluss als ein Tropfen ist :-) und wir alle uns so verändern lassen, dass unsere Gemeinden wieder zu "safe spaces" werden. Die Zeiten nach draußen werden düsterer, wie schön wären da Orte für Begegnungen mit dem Herrn und der Möglichkeit von innerer Heilung.
25.02.26 11:43 | Wolfgang Bühne
Ein leidenschaftlicher und mutiger Appell zur Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit!
Diese Neuerscheinung ist kein nüchtern-kühles Sachbuch oder Nachschlagewerk. Es ist ein leidenschaftlicher und mutiger Appell zur Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit. Hier wird ein äußerst aktuelles und notvolles Problem aufs Korn genommen, das in vielen „bibeltreuen“ und „bekennenden“ Gemeinden in Deutschland immer deutlicher erkennbar wird. Ein heißes Thema, worüber man meist nur mit vorgehaltener Hand spricht und wie in ein wütendes Wespennest sticht, wenn man es wagt, nach eigener Selbstprüfung den oder die „Gesalbten des Herrn“ anzutasten.
Die folgenden Überschriften über Kapitel oder Themen geben einen guten Einblick in das Anliegen des Autors:
• Wenn Hingabe entgleist: vom guten Start zum kalten Herzen
• Absonderung – Göttlicher Auftrag oder menschliches Rückzugsprogramm?
• Die Pharisäerfalle – Wenn der Zaun heiliger wird als der Garten
• Vom schmalen Weg auf die schiefe Bahn
• Gefangen im Traditionalismus?
• Wenn der Lack glänzt – und das Herz fault
• Wer Gottes Like hat, braucht keinen Fanclub
• Einheit in Christus braucht keine Uniform!
Dem Autor geht es um „Authentizität statt religiöser Masken“, um „Heilige Absonderung ohne hochmütige Isolation“. Es geht darum, ob wir überhaupt noch kritikfähig sind oder als Hirten oder Verantwortliche in der Gemeinde, uns für unantastbar halten und jedes Hinterfragen als ein Rütteln an unserem selbstgezimmerten Status verurteilen und verdammen.
Wer den Mut und die Demut besitzt, sagen zu können „Ich habe mich geirrt!“ wird vielleicht Fans verlieren, aber an Glaubwürdigkeit und Achtung gewinnen.
Svetlik hat sich mit diesem Aufschrei eine Last vom Herzen geschrieben. Sehr emotional, aber auch selbstkritisch und mit einer Portion Humor, die das Lesen leicht und spannend macht, obwohl es um schwere Brocken geht. Vielen Dank, Philip!
19.12.25 05:29 | Benjamin
Der Zustand unserer Herzen in einer frommen Fassade
Wenn ich früher über die Pharisäer nachgedacht habe, fühlte ich mich weit von ihnen entfernt. Ich fragte mich, wie Menschen nur so leben konnten – so gesetzlich, so scheinheilig, so blind für das eigene Herz. Dieses Buch jedoch deckt schonungslos auf, wie sehr auch wir heute – und damit meine ich mich selbst ganz ausdrücklich – ein pharisäisches Christsein leben können.
Es zeigt, wie wichtig uns oft der äußere fromme Schein ist: dass andere sehen, wie gut wir predigen, wie bibelfest wir sind, wie „christlich“ unser Leben nach außen wirkt. Wir wollen harmonisch wirken – in der Familie, im Freundeskreis, in der Gemeinde. Hauptsache, die Form stimmt. Hauptsache, die Gebete klingen geistlich, die Versammlungen verlaufen friedlich, und nach außen scheint alles in Ordnung zu sein.
Doch dieses Buch lädt dazu ein, tiefer zu schauen – und genau dort beginnt es weh zu tun. Denn unter der frommen Oberfläche finden sich so oft Götzendienst, verborgene Sünde, Stolz, Menschenfurcht und Selbstgerechtigkeit. Beim Lesen wird schmerzhaft deutlich: Es ging uns nicht selten mehr darum, den frommen Schein zu bewahren, als uns wirklich von Gott verändern zu lassen. Nach außen sah alles richtig aus, doch im eigenen Herzen sah es oft ganz anders aus.
Besonders erschütternd ist die Erkenntnis, wie sehr wir vergessen, dass Gott nicht auf das Äußere sieht, sondern auf das Herz. Vor Ihm können wir nichts verbergen – keine gut formulierten Gebete, keine geistlichen Worte, kein korrektes Verhalten können ein ungeordnetes Herz überdecken. Während wir bemüht sind, den äußeren Frieden zu wahren, bleiben viele Glieder des Leibes unbeachtet, verwundet oder gefangen in Sünde.
Dieses Buch ist ein echtes Aufrütteln. Es macht unmissverständlich klar, dass der fromme Schein vor Gott keinen Wert hat. Entscheidend ist allein ein ehrliches, demütiges Herz, das bereit ist, sich von Ihm prüfen, überführen und erneuern zu lassen. Es ist kein angenehmes Buch – aber ein notwendiges. Eines, das den Spiegel vorhält und uns liebevoll, aber bestimmt zurückruft zu Wahrhaftigkeit, Buße und echter Nachfolge.
Wer den Mut hat, sich selbst ehrlich zu hinterfragen und nicht länger in religiöser Fassade leben möchte, wird in diesem Buch eine unbequeme, aber heilsame Wahrheit finden.
04.12.25 21:49 | Frank
Ein eindringlicher Appell zur Besinnung
Dieses mutige und ehrliche Buch beschreibt aus dem Neuen Testament bekannte pharisäische Grundhaltungen und Praktiken, die auch heute besonders in konservativ-bibeltreuen Gemeinden zu finden sind und dort sogar oft als Zeichen einer besonders geistlichen Einstellung aufgefasst werden.
> Wenn Grenzen enger gezogen werden, als die Bibel es tut…
> Wenn Auslegungen und Auffassungen in nicht-zentralen Lehrpunkten als die einzig richtigen und zulässigen wahrgenommen werden… und davon dann die Gemeinschaft mit anderen Gläubigen abhängig gemacht wird.
> Wenn selbst auferlegte persönliche Beschränkungen als verbindlich für alle angesehen werden…
> Wenn eine fromme Fassade, äußere Formen und eigene Traditionen wichtiger werden als die innere Realität, Barmherzigkeit mit Schwachen und versöhnte, liebevolle Beziehungen in der Gemeinde…
… dann fordert der Autor immer wieder zur Selbstprüfung auf – z.B. auch durch Fragen am Ende jedes Kapitels.
An den biblischen Beispielen von Nikodemus und Paulus zeigt er auf, dass und wie man vom Pharisäertum befreit werden kann. Das kurze, aber wichtige letzte Kapitel spricht einige Formen des geistlichen Missbrauchs an und gibt Kriterien an die Hand, an denen man diesen erkennen kann.
Das Buch ist in einer verständlichen, klaren Sprache geschrieben und durch das moderne Layout gut lesbar; es kommt in einem griffigen Einband daher.
Jeder, der sich fragt, warum es im eigenen Leben und in seiner Gemeinde gewisse Blockaden gibt, sollte dieses Buch lesen.
Weitere Bücher des Autoren
Ähnliche Produkte
Kunden kauften auch