Kommentar zum Johannes-Evangelium

Benedikt Peters

Kommentar zum Johannes-Evangelium

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Johannes eröffnet seinen Bericht vom Leben, Sterben und Auferstehen des Herrn mit dem... mehr

Johannes eröffnet seinen Bericht vom Leben, Sterben und Auferstehen des Herrn mit dem Bekenntnis, dass der Mensch Jesus, der 30 Jahre unter den Menschen lebte und wirkte, auch der ist, der Himmel und Erde erschuf: der ewige Gott! In diesem Licht sollen wir also sein ganzes Evangelium lesen. Der, den Johannes liebte und den er als seinen Gott und Retter anbetete, war gleichzeitig ganz Mensch. Von der Reise ermüdet, saß er an einem Brunnen und bat um Wasser. Er stand am Grab eines geliebten Freundes und vergoss Tränen.
Und dieser Mensch war ganz Gott. Er konnte von sich sagen, dass er alles tat, was Gott tat dass alle ihn so ehren müssen, wie sie den Vater ehren und dass sie an ihn glauben sollen, wie man an Gott glaubt. Welches Geschöpf, Mensch oder Engel, dürfte das von sich sagen? Er redete in menschlicher Sprache zu den Menschen, aber seine Stimme war die Stimme des Schöpfers. Als er kam und seine Schafe rief, folgten sie ihm so gewiss, wie am Anfang das Nichtseiende ins Dasein trat, als er es rief. Dieser Ewige und Allmächtige war Mensch geworden, und als Mensch ein Diener, der den Seinen die Füße wusch und sich schließlich erniedrigte bis zum Tod am Kreuz. Aus freiem Antrieb gab er sein Leben dahin, um es wiederzunehmen. Johannes hat sein Evangelium geschrieben, damit wir glauben, dass der Mensch Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes, und damit wir durch diesen Glauben das ewige Leben haben.

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Kundenbewertungen für "Kommentar zum Johannes-Evangelium"
11.06.2020

solider, gewinnbringender Kommentar

Bibeltreue Einzelstudien bzw. Kommentare zu den Evangelien sind leider häufig Mangelware, wahrscheinlich auch wegen der (gefühlten) historisch-kritischen Vorherrschaft bei den ersten vier Büchern des NT. Umso erfreulicher ist es, dass sich Benedikt Peters in seinem 800seitigen Werk mit dem Evangelium beschäftigt, das am deutlichsten den Herrn Jesus als Sohn Gottes darstellt.
Wie bei seinen anderen Kommentaren gibt der Autor zunächst einen Überblick über das jeweilige Kapitel, wobei er auf frühere und spätere Kapitel Bezug nimmt. Dann wendet er sich der eigentlichen Auslegung zu und verwendet hierbei einige wertvolle bibeltreue Kommentierungen, die er beständig auch zum Abschluss des jeweiligen Kapitels in Form von besonderen Zitaten zu Wort kommen lässt. Eine Auseinandersetzung mit den Werken historisch-kritischer Bibellehrer erfolgt nicht.
Viele Auslegungen haben den Rezensenten überzeugt und neu zum Nachdenken und Loben angeregt, beispielsweise die Schlussfolgerungen zur Gottebenbildlichkeit des Menschen (S. 48), die Betonung der Gnade im Gegensatz zum Gesetz (z.B. S. 57, 426), die Besonderheit der prophetischen Aussagen in Haggai 2,1ff. am Laubhüttenfest im Vergleich mit Joh 7,37 (S. 319) oder die Ausführungen zum Sabbatgebot, welches lediglich als Zeichen und nicht als moralisch-sittliches Gebot aufgefasst werden sollte (S. 393f.).
Peters gelingt es, die Balance zwischen menschlicher Verantwortung und göttlicher Gnadenwahl zu wahren. Auch wenn er im soteriologischen Sinne calvinistisch denkt, betont er z.B. in seinen Ausführungen zu Joh 6,28: „Wir müssen etwas tun: Wir müssen auf sein Wort hören; wir müssen glauben. Das müssen wir, das kann uns niemand abnehmen.“ (S. 265). Ebenso bleibt Peters strikt beim Bibeltext und verweigert sich Spekulationen. Bei der Frage, um was für ein Fest es sich in Kap. 5 gehandelt hat, erklärt Peters zutreffend, dass Johannes es nicht gesagt hat, „weil er offensichtlich nicht auf einen Zusammenhang zwischen dem Fest und den Worten und Werken Jesu verweisen will, wie er das beim Passahfest (Kap. 2; 6; 12) und bei den Laubhütten tut“ (S. 211). An anderer Stelle bemerkt er: „Die Bibel trägt in sich selbst die Beglaubigung und das Zeugnis ihrer Göttlichkeit, Wahrheit und Vollkommenheit. Sie hat nicht menschliche Zeugen und Beweise nötig, dass sie göttlich sei, denn sonst unterstünde sie dem Urteil des Menschen und wäre damit als bloßes Menschenwort deklariert“ (S. 235).
In Einzelfragen mag der Leser zu einer anderen Überzeugung gelangen (z.B. zu Joh 21,18, wo Peters das Ausstrecken der Hände nicht als Hinweis auf die Kreuzigung, sondern auf das notwendige Gebet deutet, was den Rezensenten mit Blick auf den unmittelbaren Kontext nicht überzeugt hat), was aber wegen der fairen Darstellung anderer Positionen unproblematisch ist. Insgesamt ist das Werk sehr zu empfehlen.

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