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Ist die Erlösung außer von der Bekehrung auch von Taten abhängig, die der Christ selbst vollbringen muss? Gibt es als christliche Zusatzerfahrung einen "zweiten Segen" und völlige Befreiung von Sünde?
Immer häufiger wenden sich Christen auf der Suche nach neuen, aufregenden Erfahrungen und Gefühlen vielversprechenden Heiligungslehren zu. Im Spannungsfeld des Anspruches praktischer Vollkommenheit und der biblischen Realität der zwei Naturen stehen sie in der Gefahr, moralisch, emotional und geistlich zu straucheln.
H. A. Ironside beantwortet die brennende Problematik der Heiligungsbewegung mit eigenen Erfahrungen im Licht biblisch orientierter Lehre.

Autor: Henry Allen Ironside
Hersteller "CLV"

Christliche Literatur-Verbreitung e.V.
Ravensberger Bleiche 6
33649 Bielefeld
info@clv.de

2 von 2 Bewertungen

Durchschnittliche Bewertung von 4.5 von 5 Sternen


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2 Bewertungen

5. Januar 2020 11:35

Bewertung mit 4 von 5 Sternen

Einiges von Ironside

Wenn man Henry Allen Ironside kurz vorstellen sollte, könnte das etwa so klingen:
Er „ist ein international beliebter Lehrer und Prediger des Wortes Gottes. Er ist Autor von mehr als 60 Büchern sowie zahlreichen Schriften und Artikeln über biblische Themen. Seine Schriften enthalten Vorträge und Auslegungen über das ganze Neue Testament, alle prophetischen Bücher des Alten Testaments und viele spezielle biblische Themen und Gegenstände.

Unzählige Leser bezeugen, dass sie durch den hilfreichen Dienst von Dr. Ironside den eigentlichen Sinn von Schriftstellen erfasst haben und dass seine einfachen und klaren Auslegungen auch von komplexen Abschnitten die Bibel leichter verständlich gemacht haben. Er schrieb so einfach und direkt, wie er auch gesprochen hat. Niemand, der ihn in einer Predigt gehört hat, wird vergessen, wie lebendig er den Bibeltext dargestellt hat und wie einprägsam seine Worte für das Gedächtnis und das Herz waren.

Während 18 Jahren seines 50-jährigen Dienstes war Ironside Pastor der berühmten Moody Memorial Church in Chicago. Im Oktober 1948 wurde er pensioniert, um sich seinem schriftlichen und mündlichen Dienst weiter widmen zu können. Am 15. Januar 1951 ging er heim“ – so auf www.bibelkommentare.de zu lesen.

Oder: „Mit Ironside (1876–1951) wird uns ein Mann vorgestellt, der als Straßene-vangelist immer die Hand am Puls der Zeit hatte, liebevoll, schlagfertig und weise im Umgang mit Nichtchristen war und zudem Humor besaß. Bereits mit 16 Jahren stand er begeistert im Dienst der Heilsarmee, später schloss er sich den ‚Brüdern‘ an, und 1930 folgte er dem Ruf als Pastor an die Moody Church ... [Wenn man sich mit seinem Leben beschäftigt, bekommt man] einen Eindruck davon, welche gesegneten Erfahrungen damit verbunden sind, wenn man als Diener Gottes auch in finanziellen Dingen Gott vertraut, und welche wunderbaren Führungen man in der bewussten Abhängigkeit von Gott erleben kann“ (www.clv.de).

Dies sollten genügend Gründe sein, um sich einmal intensiver mit Ironside und seinen Schriften zu beschäftigen. Um einen Eindruck von seinem Leben zu bekommen, eignet sich die Biographie "Henry Allan [sic] Ironside. Ein Leben lang unterwegs für Christus". Sie basiert vorwiegend auf 7000 Tagebuchseiten und Hunderten von Briefen, ist nüchtern und realitätsnah geschrieben und gibt sowohl Glau-benserfahrungen als auch Niederlagen und Entgleisungen Ironsides wider. Sie ist in fünf Hauptteile untergliedert, und zwar 1. Kindheit; 2. In der Heilsarmee; 3. Bei den „Brüdern“; 4. An der Moody Memorial Church und 5. Alt und der Tage satt. Man erfährt, dass Ironside im Alter von 16 Jahren Prediger bei der Heilsarmee wurde und sich mit 20 einer Offenen Brüdergemeinde in San Francisco anschloss. Bereits damals erlebte er die Licht- und Schattenseiten der Brüderbewegung, indem er einerseits nach monatelangen inneren Kämpfen wegen der Heiligungsbewegung durch die Bibelkenntnis der „Brüder“ entscheidende Hilfe erfuhr, andererseits jedoch in drei Jahren zwei Gemeindespaltungen miterlebte. Später kam er in Gemeinschaft mit einer Geschlossenen Brüdergemeinde der sogenannten Grant-Gruppe, der er drei Jahrzehnte angehörte, bis er dann Pastor an der Moody-Church wurde.

"Die Brüderbewegung – ein historischer Abriss" ist über 75 Jahre nach der amerikani-schen Originalausgabe (1942) in deutscher Übersetzung erschienen. Den neuesten Forschungsstand wird man daher nicht erwarten dürfen; darauf kommt es hier aber nicht an. Der Schwerpunkt liegt auf den ersten hundert Jahren der Brüderbewe-gung im englischen Sprachraum. Es wird vorwiegend die Entwicklung der lehrmäßigen Auseinandersetzungen und die sich daraus ergebenden Folgen für den Status der Gemeinden dargelegt.

Besonders sticht hervor, dass der Autor sowohl den Segen, der aus der Brüderbe-wegung entstanden ist, mit Hochachtung und Liebe schildert, als auch Fehlent-wicklungen (aus seiner Sicht) klar benennt. Dabei spart er auch eigene Irrwege nicht aus. Man kann daher sehr viele segensreiche, hilfreiche Gedanken daraus entnehmen. Wer sich in den aktuellen Entwicklungen und Trennungen der Brüderbewegung in den letzten Jahrzehnten auskennt, wird nahezu alle schiefen, dummen und bornierten Argumentationsmuster, Anmaßungen, Facetten an Selbstherrlichkeit, Spaltungswut, Blindheit für eigenes Handeln und anderes schon in der frühen Brüderbewegung ähnlich finden. So kann man entsprechende Entwicklungen und Reaktionen heute besser verstehen, besser damit umgehen, schriftgemäße Lehren daraus ziehen und sich anmaßenden, falschen Forderungen aktiv entgegenstellen.

Die kenntnisreiche Darstellung zeichnet sich durch einen gut lesbaren Stil, aber auch durch Ehrlichkeit, Nüchternheit und Fairness aus. Es werden viele Originaldokumente zitiert, die zum Teil auch polemische Ausfälle enthalten, was aber nicht nachteilig ist, da so ein authentischer Eindruck entsteht. Auch die in der deutschen Ausgabe hinzugefügten über 500 Fußnoten mit historischen, biografischen, biblio-grafischen und sonstigen Hintergrundinformationen sind sehr hilfreich. Im Anhang sind auf ca. 50 Seiten noch fünf interessante Dokumente abgedruckt.

In "Heiligung: Zerrbild und Wirklichkeit" werden zentrale Erfahrungen verarbeitet und dann in einen theoretischen Rahmen gestellt, die Ironside als junger Mann in der Heilsarmee machte. Diese vertrat damals eine extreme Heiligungslehre, wonach man nach der Vergebung der Sünden (Rechtfertigung) noch eine zweite Erfahrung (Heiligung) erleben müsse, um von der alten Natur befreit zu werden. Ironside reflektiert den Stellenwert der Taten, die ein Christ tut, und auch die Frage der völligen Befreiung von der Sünde. Die Ausführungen helfen, im Spannungsfeld des Anspruchs praktischer Vollkommenheit und der biblischen Realität der zwei Naturen nicht der Gefahr zu erliegen, moralisch, emotional und geistlich zu straucheln.

Es handelt sich also um drei lesenswerte (preisgünstige!) Bücher, die alle dazu bei-tragen, die Praxis des Christenlebens mit der Hilfe des Herrn besser und auch kenntnisreicher bewältigen zu können.

Auf www.soundwords.de findet man etliche Texte von Ironside ins Deutsche über-setzt.

Jochen Klein / mehr Rezensionen auf www.jochenklein.de

6. Februar 2019 14:40

Bewertung mit 5 von 5 Sternen

Eine wichtige Hilfe

Ironside stellte sich nach seiner Bekehrung in die Reihen der Heilsarmee. Später schloss er sich den "Brüdern" an, bis er schließlich achtzehn Jahre lang als Pastor der Moody Memorial Church in Chicago gedient hat. Hier behandelt er im ersten Teil das Thema Heiligung anhand seiner persönlichen Erfahrungen, die er als junger "Soldat" der Heilsarmee gemacht hatte. Damals wurde dort gelehrt, dass man nach der Bekehrung eine zweite Erfahrung (Heiligung) erleben müsse, um von der alten sündigen Natur befreit zu werden. Ironside beschreibt auf den ersten 65 Seiten seine persönlichen Erfahrungen mit dieser Lehre und wie er auf tragisch-komische Weise davon befreit wurde. Im zweiten Teil untersucht der Autor gründlich und leicht verständlich, was das NT über biblische Heiligung lehrt.
Eine wichtige Hilfe um weder in perfektionistische Gesetzlichkeit noch in fleischliche Gesetzlosigkeit zu fallen.

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