Überrascht von Furcht

Der Schlüssel um wirklich mit Gott zu leben
Natha

Überrascht von Furcht

Der Schlüssel um wirklich mit Gott zu leben
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Pastoren schauen Pornos. Kirchenmitglieder streiten sich. Millennials verlassen die Kirche. Die... mehr

Pastoren schauen Pornos.
Kirchenmitglieder streiten sich.
Millennials verlassen die Kirche.
Die evangelikale Welt braucht eine geistlich-moralische Erweckung! Doch für eine Generation, die tief im Sumpf ihrer Abhängigkeiten und Süchte steckt, scheint die Hoffnung verloren ...
… gäbe es nicht einen Gott, der auch heute noch Kraft hat, Menschen zu verändern.

In seinem Buch zeigt Natha den Schlüssel, um wirklich mit Gott zu leben. Keine Theorie, sondern bewährte Praxis, durch die schon viele den Weg in ein erfülltes Leben mit Gott finden konnten. Mit lebensnahen Beispielen, Bibelauslegung und vielen praktischen Tipps geht Natha auf folgende Themen ein:
• Dekonstruktion: Warum Millennials die Kirche verlassen
• Metamodernismus: Wie man in einer lauten Welt Klarheit gewinnt
• Pornografie & Süchte: Wie man anfängt, einen heiligen Lebensstil zu leben
• Ablenkung & Soziale Medien: Wie man Gott täglich leidenschaftlich liebt
• Das evangelikale Gottesbild: Wie können wir Gott wieder sehen?

Ab und zu erscheint ein Buch, das einen richtig umhaut. "Überrascht von Furcht" ist so ein Buch.

Natha hat mit seinen Animationsvideos, seiner Musik, Online-Kursen und Predigten viele Christen aus allen Lebensbereichen erreicht und inspiriert. Durch seine Plattform Crosspaint ist er zu einer Stimme für Millennials und die Generation Y geworden. Jetzt bietet er zum ersten Mal den Kern seiner Botschaft in einem kompakten, zugänglichen und zeitlosen Format an: das Buch. Mit einer Mischung aus kraftvollen Geschichten, verständlichen Illustrationen und eindringlichen Tipps zeigt Natha, was es bedeutet, ein junger Mensch in der heutigen kulturellen Dynamik zu sein.
Im Kern geht es in diesem Buch darum, warum sich Menschen von ihrem Glauben abwenden, um ihre Neigung zur Ablenkung durch soziale Medien, um Pornografie, Streaming und Gaming. Und trotz alledem bietet es Hoffnung, die in einem tieferen und umfassenderen Verständnis der Furcht liegt. Es mag kontra-intuitiv klingen, aber genau das macht dieses Buch so faszinierend.
Dieses biblische Konzept hat das Potenzial, dir ein komplett neuen Blick auf Gott zu geben und dich in eine Intimität mit Ihm zu führen, wie du sie noch nie erlebt hast.

Der Autor nimmt dich mit auf eine Reise durch die schwierigen Themen, mit denen die heutige junge Generation konfrontiert ist, und das in einem Schreibstil, der kurz, prägnant und manchmal sehr direkt ist.

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Kundenbewertungen für "Überrascht von Furcht"
21.01.2022

Eine freundliche und sachliche Rezession

Die Furcht des Herrn ist der Schlüsselbegriff des Buches: Der Autor versucht zu zeigen, dass das für einen Christen hauptsächlich Angst bedeuten muss. Es sei falsch, in der Gottesfurcht nur „Respekt“ und „Ehrfurcht“ zu sehen (Seite 100, 124). Als Beweisführung, dass wir als Kinder Gottes Angst haben sollen, nennt der Autor auf Seite 30 u.a. Adam nach dem Sündenfall (1. Mo 3) oder Jakob in Bethel (Seite 31). Aber bei Adam war es die Angst des Sünders und bei Jakob die Angst eines schlechten Gewissens. Wie soll das als Vorbild für ein Kind Gottes taugen? In 1. Petrus 1,15-17 spielt Petrus angeblich auf den Sinai mit seinem Schrecken an. Aber ist das etwa die Art, wie Christen sich fürchten sollen? Wir sind doch nicht zum Sinai gekommen, sondern zu Zion, dem Berg der Gnade (Heb 12,17-24)! Es mag sein, dass wir vor oder auf einem bösen Weg auch ängstlich zurückbeben, wenn wir an die Folgen der Sünde für die Erde denken. Aber Angst vor Gott ist nicht die Grundhaltung, die ein Christ haben soll. Denn wir haben nicht ein Geist der Knechtschaft empfangen, der uns wieder zur Furcht führt, sondern einen Geist der Sohnschaft (Röm 8). Die vollkommene Liebe, schreibt der Apostel Johannes, treibt
die Furcht aus (und das kann man nicht so erklären, dass sich das auf die Herrlichkeit bezöge, wie es in dem Buch geschieht, Seite 136). Der Autor meint, die Angst sei unser Freund und sie sei der größte Motivator, vielleicht noch größer als die Liebe (Seite 212). Wer als Christ in Angst lebt, mag zwar vorübergehend aufgepeitscht werden, aber auf diese kann die „friedsame Frucht der Gerechtigkeit“ nicht heranreifen. Die Angst wird in 2. Tim 1 ausdrücklich im Gegensatz zur Kraft gesetzt. Typisch: In dem Buch wird Wesley positiv mit der Aussage zitiert: „Predige 90% Gesetz und 10% Gnade“. Das zeigt die Einseitigkeit und das Missverhältnis an, das man in diesem Buch grundsätzlich findet. Auch ist es keine Exegese, sondern Eisegese, wenn man alles mit der Furcht des Herrn verbindet, ohne dass der Bibeltext das hergibt. Beispiel: „Die Erfahrung aus Römer 7 ist nichts anderes, als dass Gott uns täglich die Furcht des Herrn lehrt“ (Seite 200).
Auf Seite 139 wird das Konzept „Einmal gerettet – immer gerettet“ als irreführend bezeichnet. Zwar wird nicht gesagt, dass ein Gläubiger verloren gehen kann, aber diese biblisch begründete Lehre als trügerisch zu bezeichnen, das geht einfach nicht. Zumal der Autor einen sehr einfachen Fehler macht: Er verweist darauf, dass christliche Bekenner verloren gehen können (Mt 7,22-23) – aber das hat doch nichts mit der Frage zu tun, ob echte Kinder Gottes verloren gehen! Auf Seite 141 liest man etwas, was man leicht missverstehen kann: „Ewige Sicherheit gibt es nur, wenn du die Sünde aus der Perspektive Gottes siehst.“
Auf Seite 148 wird behauptet, dass Gott auch in der Hölle gegenwärtig sei, denn er ist ja allgegenwärtig. Wer sich das anders vorstellt, geht angeblich den ersten Schritt in Richtung Götzendienst (Seite 149)! Als „Beweis“ wird Psalm 139 angeführt, wo David sagt, dass Gott auch im Scheol sei, wenn er dahin fliehen würde. Der Autor begeht hier den Fehler, „Scheol“ mit „Hölle“ gleichzusetzen (Scheol ist das
Totenreich). Kurz danach erklärt der Autor, dass Jesus für uns „die Hölle ertrug“. Aber wie sollte der Herr Jesus denn von Gott verlassen gewesen sein, wenn Gottes Allgegenwart immer alles ausfüllt?
Nachfolgend noch einige Unschärfen, die, für sich genommen, nicht immer so schwer wiegen, aber in der Fülle doch ungewöhnlich sind (und die Liste ließe sich fortsetzen):

• Die ältere Generation kommt bei dem Buch schlecht weg. Sie hat den Autor, der ein Vorbild war, im Stich gelassen (Seite 11). „Für junge Menschen von heute scheinen sich die Verantwortlichen in den örtlichen Gemeinden nicht wirklich zu kümmern.“ Leider gibt es das. Aber so Aussagen wie „geistliche Väter gibt es nicht mehr“ (Seite 51) schießen über das Ziel hinaus und können zu Generationskonflikten beitragen.
• Petrus wird als Leiter der Urgemeinde bezeichnet (Seite 131). Wie kommt man denn darauf?
• Das Gestorbensein mit Christus wird mit 1. Petrus 2,24 „bewiesen“, obwohl das dort ein anderer Gedanke ist.
• Wir müssen angeblich blind werden, um dann sehen zu können (wie Paulus nach
Damaskus). Dazu sollen wir auch Bibelkommentare weglegen?! Eigenartige Gedanken auf Seite 221.
• Beim Sündenfall ist angeblich der menschliche Geist gestorben, während die Seele noch aktiv ist (Seite 198). Doch wie soll man das aus der Schrift beweisen? Das „du wirst gewisslich sterben“ bezieht sich durchaus auf den Körper – Adam und Eva wurde am Tag ihrer Sünde sterblich.
• Auf Seite 219 fehlt ein klares Bekenntnis zur Entrückung vor der Drangsal. Der Geist motiviert Gläubige, „Herr Jesus, komm“ zu rufen (Off 22). Sollten wir das nicht auch tun?
• Auf Seite 228 wird die „Zeit des Endes“ (Dan 12,8-10) offenbar mit der christlichen Endzeit, also mit den „letzten Tagen“ (nach 2. Tim 3), gleichgesetzt. Das passt aber nicht. In den letzten Tagen leben wir heute schon, die „Zeit des Endes“ mit der Drangsal ist noch zukünftig.
• Gilgal und Jordan wird in der Typologie nur mit dem Römerbrief verbunden, obwohl das doch zum Kolosser- und Epheserbrief gehört, wie man es in vielen guten Auslegungen nachlesen kann.
• Nach dem Sündenfall des Menschen, so ist auf Seite 78 und 79 zu lesen, habe sich nicht nur der Mensch, sondern auch Gott versteckt. Das wird dann damit verbunden, dass Jesus sich im Tempel verborgen habe (Joh 8). Wie soll man das denn verstehen?
In der Einleitung zu der „Synopsis-NT“ schrieb J.N. Darby einst: „Mit einer gewissen Furcht behandle ich den auf das Neue Testament bezüglichen Teil unserer Betrachtungen ...“ Von dieser Art von Furcht ist in diesem Buch leider nicht viel zu spüren. Der Ansatz, das Problem der Christenheit zu analysieren, ist in sich schon sehr hoch gegriffen. Das Pauschalurteil, die moderne Bibelliteratur sei verdreht, weil darin die Furcht des Herrn fehle, geht jedenfalls zu weit (Seite 97). Der Autor meint, dass das Lesen seines Buches dem Leser bis zu 25 Jahre „Lebensgewinn“ bescheren könnte (Einleitung) und führt Lobhudeleien über sich selbst an (Seite 20 und 21, auch Seite 227). Muss das wirklich sein? Auf Seite 258 liest man dann

kopfnickend: „Wir sind viel zu selbstbewusst“. – Das Buch ist manchmal auch emotional. Dazu gehört insbesondere die Schilderung am Ende, wie der Herr Jesus seinen Bruder David in den letzten Sekunden seines Lebens umarmt und die Worte gesprochen habe: „Wohl, du guter und treuer Knecht“. Man kann für solche Gedanken schon ein gewisses Verständnis haben, aber ob man das so zu Papier bringen muss, ist eine andere Frage.

18.01.2022

Hält dieses Buch, was der Social-Media-Hype darum verspricht? (Amazon Bewertung)

Autor und Inhalt

Der Autor, der sich leider nur unter einem Pseudonym zu erkennen gibt, ist Nathanael B., der zusammen mit Christian R. die Youtube-Kanäle „crosspaint“ und „crosstalk“ betreibt. Dort bereiten sie Themen rund um die Bibel und den christlichen Glauben für die visuell geprägte Generation der Millennials didaktisch auf und bieten auch Glaubensgrundkurse an. Die aktuelle Reichweite ist enorm und liegt derzeit für „crosspaint“ bei über 33.000 Abonenten, für „crosstalk“ sogar bei über 53.000. Die Reichweite einzelner Videos ist noch viel größer, und es gibt Videos mit sechsstelligen Zugriffszahlen.

In dem Buch beklagt der Autor, dass die Christen seiner Generation (und jünger) unter ihrem Potential bleiben, was Heiligung und Nachfolge betrifft, und nennt diesen Befund „Hypoxie“. Andere hingegen – und unter ihnen bekannte Youtube-Kollegen – haben sogar den christlichen Glauben gänzlich hinter sich gelassen. Er wünscht sich eine Erweckung, und als Haupthemmnis seiner Zielgruppe macht er den Hedonismus und die Verstrickung in sexuelle Sünden aus, v. a. die Pornografie. Als Arznei gegen die Hypoxie hat er nun persönlich während eines Indienaufenthaltes vor vielen Jahren das Thema „Gottesfurcht“ entdeckt. B. zeigt im Folgenden auf, wo der Begriff in der Heiligen Schrift überall vorkommt, und vertritt die These, dass Gottesfurcht durchgehend auch den Aspekt der Angst vor Gott, dem ganz Anderen, enthalte. Ausgehend von der Annahme, dass die Befreiung Israels aus Ägypten, der Durchzug durchs Rote Meer, die Wüstenreise, der Durchzug durch den Jordan ebenso wie der Einzug ins gelobte Land typologisch auf die geistliche Entwicklung eines Christen hindeuten, synchronisiert er die Geschichte Israels mit einzelnen Kapiteln aus dem Römerbrief und entwickelt so eine (vermeintlich) christliche Anthropologie. Es schließen sich Ausführungen an, warum die Zeit vor Jesu Wiederkommen drängt, welche Chancen das digitale Zeitalter und die derzeitige Weltbevölkerung für (Internet-)Mission beinhalten und wie man „echte“ von „falscher“ Erweckung unterscheiden kann. Den Abschluss bilden sehr konkrete Tipps, wie man schlechte Gewohnheiten gegen gute Aktivitäten eintauschen sowie Routinen in der persönlichen „stillen Zeit“ aufbauen und auch darüber hinaus einen gesunden Lebensstil pflegen kann.

Positive Aspekte

Man spürt dem Autor einen tiefen Wunsch nach Erweckung ab und ein Unbehagen darüber, dass viele Christen in punkto Nachfolge und Heiligung auf halber Strecke haltmachen. Man spürt dem Autor ferner ab, dass er darunter leidet, dass Freunde von ihm, aber auch christliche Influencer-Kollegen dem christlichen Glauben den Rücken gekehrt haben.

Wenn man bedenkt, dass B. in seiner Glaubensgemeinschaft zu einer der am besten vernetzten Familien gehört und angesichts des nicht selten anzutreffenden Nepotismus mit seinem Namen sicher auch innerhalb der vorhandenen Missionswerke hätte Karriere machen können, zeugt es von einer gehörigen Portion Chuzpe, dass er völlig unabhängig quasi sein eigenes Missionswerk aufgebaut hat und mit den genannten Abonnentenzahlen sehr viel mehr Unterstützer außerhalb als innerhalb der eigenen Glaubensgemeinschaft haben dürfte. Mir ist die Aufmerksamkeitsökonomie der neuen Medien fremd, aber unter dem Aspekt der neuen Währung „Clickbait“ und „Reichweite“ muss man seiner Initiative wohl einen beachtlichen Erfolg zugestehen.

Seine Bestandsaufnahme erscheint mir ausgesprochen realistisch, wenn er feststellt, dass die Generation der visuell geprägten jungen Generation schlichtweg schon aufgrund mangelnder Lesesozialisation keinerlei Zugang mehr zum Buch, geschweige denn zur Bibel hat. Zugleich verfällt er nicht in ein allgemeines kulturkritisches Lamento, sondern benennt besonders am Ende des Buches die großen Chancen, die das Medium Internet mit seiner schier unendlichen Reichweite für die Weltmission ebenso wie für die Verbreitung guter biblischer Lehre hat.

Der Autor und ich entstammen derselben Glaubensgemeinschaft, auch wenn der Autor mit keiner Silbe darauf eingeht, wo er geistliche beheimatet ist. Ich muss gestehen, dass ich erstaunt war, wie sehr es dem Autor gelingt, sich von versammlungssprachlichen Eigenheiten zu emanzipieren und eine Sprache zu finden, die für Christen anderer Prägung und glaubensferne Leser anschlussfähig ist. Die angeführten Autoren und Beispiele auch aus der Literatur deuten auf eine breite Lektüre hin und einen Horizont, der alles andere als typisch sein dürfte für einen bei besagter Glaubensgemeinschaft geistlich sozialisierten Christen. B. ist wirklich ein Meister der didaktischen Reduktion, und ich finde die zur Veranschaulichung biblischer Sachverhalte gewählten Beispiele oft sehr originell und treffend. Erstaunt war ich auch, als B. zum Ende seines Buches hin ausführt, man müsse zwischen „Kernwahrheiten“ und „Randwahrheiten“ unterscheiden, denn auch Jesus habe schon gewichtet, wie man in Mt 23,23 sehe. Für jemand aus einer Glaubensgemeinschaft, wo man zwar keine Essentials negiert, aber jede noch so nebensächliche Frage (Sitzordnung, Kleiderordnung, Gesangsbegleitung) in den Stand von Essentials hebt, zu denen es nur eine einzige zulässige Meinung gibt, ist das revolutionär.

Wie die Reaktionen auf den verschiedenen Plattformen zeigen, trifft der Autor bei vielen Jugendlichen wirklich einen Nerv. Die eher abstrakte Arznei (Gottesfurcht, christliche Anthropologie, intime Gottesbeziehung), aber auch seine ganz konkreten Tipps (Anlässe meiden, den Feind auf Distanz halten usw.) scheinen zumindest bei denen gewirkt zu haben, die von der Befreiung aus unliebsamen Gewohnheiten und Sünden berichten.

Kritische Aspekte

Ich habe eine große Scheu davor, dieses Buch öffentlich zu kritisieren. Den Reaktionen auf den verschiedenen Plattformen entnehme ich, dass „Crosspaint“ wie auch das Buch vielen jungen Menschen eine echte Hilfe war und ist. Ich erkenne an, dass viele aufrichtige und vor allem junge Geschwister dieses Buch als Erweckungsbotschaft lesen und weiterempfehlen. Andererseits ist festzustellen, dass auch unsere tiefsten und frömmsten und in bester Absicht formulierten Überzeugungen objektiv falsch sein können. Deswegen muss die Frage erlaubt sein, ob B.s Thesen einer Überprüfung anhand von Gottes Wort standhalten.

Das Buch mutet an vielen Stellen recht selbstreferentiell an. Jedenfalls befremdet es mich, dass man schon auf dem Klappentext positive Stimmen aus der Fanbase abdruckt oder sich sehr stark auf andere Youtuber bezieht. Aber das mag der Tatsache geschuldet sein, dass ich definitiv nicht mehr zu der Zielgruppe der Digital Natives gehöre.

Besondere Sorge bereitet mir die Tatsache, dass „Crosspaint“ rigoros alle Kommentare löscht, die sich kritisch mit dem jeweiligen Inhalt eines Videos auseinandersetzen, auch wenn die Kritik sorgfältig und vorsichtig vorgetragen wird. Das ist mir mehrfach so ergangen, als ich gegen die aus meiner Sicht falschen Aussagen zum Verhältnis des Christen zum Staat im Zusammenhang mit „Corona“ Bedenken erhoben hatte oder – schwerwiegender noch – meinen Widerspruch zu einem Video formuliert hatte, wo B. und R. die „One-Naturism“-Auffassung MacArthurs erstmals vertraten, die nun auch in epischer Breite Eingang in dieses Buch gefunden hat.

In den Videos, aber auch an verschiedenen Stellen des Buches merkt man, dass der Autor eine starke Überzeugung hat, dass Gott ihn zu diesem „Dienst“ berufen hat. An einer solchen Überzeugung ist an sich noch nichts auszusetzen. Sehr leicht kann aber der Eindruck entstehen, man beanspruche für sich eine exklusive Gottesbeziehung und immunisiere sich auf diese Weise gegenüber Kritik. Kritik, die sich auf die Heilige Schrift gründet, muss ungeachtet der Anzahl der Follower immer möglich sein, und mit der von „Crosspaint“ rigoros ausgeübten Zensur, die in den Kommentaren nur noch „Jubelperser“ zu Wort kommen lässt, vergeht sich das Team an dem für Christen gebotenen Prinzip der Wahrhaftigkeit. Will man mit der eigenen Initiative mündige Christen heranbilden, sollte man ihnen auch zutrauen, mit kritischen Kommentaren zurechtzukommen, ja daran zu wachsen. Einem Jünger Jesu wird es nie darum gehen, Menschen an sich, sondern an Jesus zu binden, und da gehört Kritikfähigkeit sehr wesentlich dazu.

Ich habe noch nicht verstanden, warum B. seine eigene gemeindliche Heimat sowohl im Buch wie auch z. B. im Idea-Interview verschweigt. Wenn man Jugendliche beim geistlichen Erwachsenwerden begleitet, wird sich die Frage nach einer bibeltreuen Gemeinde irgendwann doch immer stellen. Ich verstehe den Ansatz, nicht nur Jugendliche der eigenen Denomination erreichen zu wollen, aber das könnte man m. E. auch, wenn man transparent macht, wo man selbst gemeindlich beheimatet ist. Der Glaubensgemeinschaft von B. jedenfalls würde der Ansturm der 33.000 erweckten Youtube-Fans auf ihre Gemeinden guttun und sie u. U. zwingen, Bewegung in die erstarrten Formen zu bringen. Mit seiner eigenen Plattform hat B. ja bewiesen, dass man bewährten Inhalten durchaus eine moderne Form geben kann.

B. bezeichnet die von ihm diagnostizierten Probleme an mehreren Stellen als „evangelikale“ Probleme. Aber es steht zu befürchten, dass einige Probleme spezifische Probleme von gesetzlichen Glaubensgemeinschaften sind, denn gerade sexuelle Sünden gedeihen nach meiner Beobachtung besonders in gesetzlichen Gemeindekontexten. B. sollte den Gedanken zulassen, dass es Gemeinden gibt, auf die das Urteil „Ikabod“ zutrifft und wo ausbleibende Erweckung nicht im Versagen eines einzelnen Christen begründet liegt, sondern darin, dass Gottes Herrlichkeit gewichen ist. Johannes 9, das Wagnis, aus der Synagoge ausgeschlossen zu werden, sollte man dann ggf. auch auf die eigene Glaubensgemeinschaft anwenden, auch wenn es den Verlust der eigenen Haltegruppe oder gar Familie bedeutet; das wäre gelebte Praxis von Lk 14,26.

Jedenfalls empfinde ich die Diagnose als ziemlich einseitig. Es ist m. E. unstrittig, dass Verstrickungen der von B. genannten Art jedes geistliche Wachstum verhindern. Allerdings denke ich, dass längst nicht alle, die dem christlichen Glauben den Rücken kehren, Probleme dieser Art haben. B. verkennt völlig, dass nicht wenige Jugendliche aufgrund intellektueller Probleme mit dem christlichen Glauben straucheln und aufgrund eines Mangels an apologetischer Zurüstung. Er übersieht, welch intellektueller Tsunami in Gestalt von „Worthaus“ oder „Hossatalk“ da seit einiger Zeit über die konservative Jugend hinwegrollt und wie entscheidend ein solides Fundament in der Schriftfrage zur Abwehr dieses Angriffs ist. Auch wenn er das Thema „Gesetzlichkeit“ an einer Stelle oberflächlich streift, verkennt er einen weiteren wichtigen Aspekt, der Francis Schaeffer schon vor Jahrzehnten umtrieb: Wenn wir das Haus nicht beizeiten entrümpeln, wird sich eine Generation aufmachen, es niederzubrennen. Das heißt, wer sich nicht die Mühe macht, zwischen den ewigen Heilswahrheiten und den veränderlichen Traditionen zu unterscheiden, ist schuld daran, wenn die konservative Jugend zu den Postevangelikalen überläuft. Mit seiner Engführung wird er m. E. vielen Jugendlichen, die an ganz anderer Stelle angefochten sind, nicht gerecht und simplifiziert unzulässigerweise. Ich würde ihn daher gern auf Markus Till und seine Plattform „offen:bar“ aufmerksam machen, deren Betreiber verstanden haben, wo die eigentlichen Herausforderungen unserer Zeit noch zu suchen sind.

Man kann dem Autor den ehrlichen Wunsch nach Erweckung und Aufbruch abspüren. Und ich finde die Forderung, in der Jesusnachfolge ganze Sache zu machen und Nachfolge radikal zu leben, auch völlig berechtigt. Die Taten des Herrn erlebt nur, wer sich aufs Meer hinauswagt (vgl. Ps 107, 23 f.), und B. hat sich mit der Gründung von „Crosspaint“ 2016 aufs Meer hinausgewagt! Ich habe nur die Sorge, dass einige Jugendliche das damit verwechseln könnten, dass Gott auch den stillen, von Menschen unbeachteten Dienst für ihn wertschätzt. Nicht jeder von uns ist aufgefordert, den radikalen Aufforderungen Jesu nachzukommen und etwa seinen Besitz aufzugeben. Wer heilsgeschichtlich kontextualisiert, wendet die Imperative Jesu an seine Jünger nicht eins zu eins auf die Gläubigen der jetzigen Heilszeit an und zieht sorgfältig die Lehre der Apostel hinzu. Das Thema „radikale Nachfolge“ birgt m. E. immer auch die Gefahr, vorschnell Dinge unter Götzenverdacht zu stellen und Christen in eine gesetzliche Heiligung zu führen. Jemand mit einem ausgewogenen Heiligungsverständnis weiß die guten Schöpfungsgaben sehr wohl wertzuschätzen und hat gelernt, auch die Beziehung zu den materiellen Gaben von Gott heiligen zu lassen.

Ein erstes wirklich schwerwiegendes theologisches Problem besteht darin, dass der Autor unterstellt, dass ein in der Bibel vorkommendes Wort durchgängig dieselbe Bedeutung hat. Wer ein wenig Kenntnis von Linguistik hat, weiß, dass dies mitnichten der Fall ist und die Bedeutung eines Wortes nicht immer konkordant ist, sondern auch von seinem Kontext bestimmt wird. Dieser schwerwiegende linguistische Fehlschluss führt dazu, dass B. die Vorkommen des Wortes „Gottesfurcht“ alle sozusagen über einen Kamm schert.

Leider ist sich der Autor nach meinem Eindruck überhaupt nicht bewusst, in welcher theologischen Tradition er steht – außer, wenn er das nicht unstrittige Typologisieren der „Brüder“ übernimmt und einfach voraussetzt, dass man den Exodus vergeistlichen kann. Das wertvollste Erbe der „Brüder“ besteht aber m. E. darin, die Heilige Schrift heilsgeschichtlich auszulegen. Den Paradigmenwechsel von AT zu NT formuliert Paulus so überaus markant im achten Kapitel seines Briefs an die Römer: „Denn das dem Gesetz Unmögliche, weil es durch das Fleisch kraftlos war, tat Gott …“ (Röm 8,3). Und sich der ganz fundamentalen heilsgeschichtlichen Zäsur zwischen Altem und Neuem Testament bewusst zu werden, hätte auch dem Thema „Gottesfurcht“ gutgetan. Gottesfurcht ist nicht länger Einlassbedingung, sondern Auswirkung des ewigen Lebens und Frucht des Heiligen Geistes.

Zu einer heilsgeschichtlich sensiblen Exegese gehört auch, sich bewusst zu werden, dass der Gläubige des Neuen Testaments in eine viel intimere Beziehung zu Gott gebracht wurde, als es für den Gläubigen im Alten Testament je vorstellbar war. Der reife Christ, der Römer 7 überwunden und dauerhaft im Sieg Christi lebt, kennt Gott als seinen Vater. Für die Gläubigen des AT war klar: „Heilig, heilig, heilig ist der Herr Zebaoth!“ Ja, es war ein freundlicher und persönlicher Gott schon damals. Aber ihn anzusprechen mit Vater, wie es Jesus seine Jünger lehrte, das war revolutionär. Wenn Gläubige der Gnadenzeit zu Gott reden, dürfen sie es als seine geliebten Kinder tun, die sicher und geborgen in seiner Gegenwart sind. Oder mit einem Sinnspruch formuliert, der mir vor einiger Zeit auf Facebook begegnete: „Religion: ,I messed up. My dad is going to kill me.‘ Gospel: ,I messed up. I need to call my dad.‘“ Dieses Abba-Bewusstsein ist übrigens eine der Wirkungen des Heiligen Geistes (vgl. Röm 8,15; Gal 4,6).

Dasselbe linguistische Missverständnis wie bei der Wortstudie zur Gottesfurcht holt den Autor bei einem anderen wichtigen Thema ein. Wer die Auffassung vertritt, dass dasselbe Wort überall dieselbe Bedeutung hat, bekommt auch beim Wort „Fleisch“ im NT große Probleme. Folgt man dem Fehlschluss B.s, kann „Fleisch“ im NT nur „Körper“ bedeuten, weil sonst in Verbindung mit Röm 8 etwa Jesu Sündlosigkeit in Frage stünde. B. entscheidet sich nun, dass das Wort auch in Röm 7, wenn von dem gerechtfertigten Sünder die Rede ist, „Körper“ bedeuten müsse. Und so kommt er zu der kruden Schlussfolgerung, dass der Christ keine zwei Naturen besitze, sondern die Sünde lediglich noch mit dem Körper assoziiert sei, als verorte die Bibel die Sünde beim von Neuem geborenen Menschen allein im Körper und als sei sie leibfeindlich. Auch hier vertut B. also die Chance, wertvolle Einsichten der „Brüder“, wonach Gläubige „in Christus“ sind, und die reformatorische Einsicht, dass der Christ „simul iustus et peccator“ ist, an seine vielen tausend Follower weiterzugeben und verbreitet stattdessen die irrige „One-Naturism“-Auffassung eines McArthurs. Hier zeigt sich die Kehrseite von Print-on-Demand-Büchern und auch Youtube-Kanälen: Es mangelt „Crosspaint“ sehr offensichtlich an einer redaktionellen Begleitung von Leuten mit kirchengeschichtlicher Tiefenschärfe und theologischer Allgemeinbildung!

Ein drittes theologisches Problem muss ich zur Sprache bringen. Meines Erachtens kann man im Hinblick auf das Thema „Heiligung“ nur in einem seelsorgerlichen Einzelgespräch herausfinden, was der Gesprächspartner braucht – eher Zuspruch und die Zusicherung, dass ein Kind Gottes nicht verloren gehen kann, oder eine Konfrontation mit der Tatsache, dass wer dauerhaft in Sünde lebt, evtl. einem Selbstbetrug aufsitzt und möglicherweise gar nicht errettet ist; die Sorge, dass wir es gerade in konservativen Gemeinden, in denen man sich recht einfach hinter einer verhaltensorientierten religiösen Fassade verstecken kann, mit einem hohen Anteil an falschen Brautjungfern zu tun haben könnte (vgl. Mt 25), treibt mich auch seit vielen Jahren um. Ein Buch zu diesem Thema kann diese seelsorgerliche Differenzierung nicht leisten, weil die Leser sehr verschieden sein dürften, und steht daher vor der Herausforderung, zu zwei Missverständnissen gleichermaßen Distanz halten zu müssen: zur Lordship-Salvation- ebenso wie zur Free-Grace-Fraktion. Ein solches Buch darf also nicht der Leistungsfrömmigkeit in der Nachfolge oder gar der Verlierbarkeit des Heils das Wort reden, muss sich aber auch gegen ein Evangelium verwahren, das billige Gnade verkündet. Wenn ich lese, was B. besonders auf S. 141 f. schreibt, habe ich die Sorge, dass er bedauerlicherweise aufseiten der Lordship-Salvation vom Pferd gefallen ist.

Fazit:

Vieles, was B. anspricht, ist berechtigt. Das moderne, weichgespülte Gottesbild ist genauso falsch (weil einseitig) wie das mittelalterliche vom strafenden Gott. Mit einem falschen Gottesbild aber verliert der Mensch letztlich Gott selbst; er hängt einem Nicht-Gott, einem Götzen, an. Umso wichtiger ist das Bemühen B.s, herauszufinden, was unter „Gottesfurcht“ wirklich zu verstehen ist. Die Kritik an einzelnen Aussagen von B.s Buch soll nicht als eine Verteidigung der bedauerlichen Trägheit und des traurigen Mangels an Hingabe, Heiligung, Nachfolge und Eifer missverstanden werden. Ich bete mit ihm ernstlich, dass unser Herr noch einmal eine Erweckung und einen Aufbruch schenkt. Ich selbst habe versucht mit meinem Weckruf wie Gideon in meiner eigenen Ortsgemeinde und Glaubensgemeinschaft zu beginnen – leider ohne Erfolg. Aber jeder Weckruf muss die gesunde Lehre der Apostel zur Grundlage haben. Es wäre wünschenswert, dass dazu einmal ein auf der gesunden biblischen Lehre beruhendes Buch geschrieben wird, das dort Antworten gibt, wo B.s Buch enttäuscht und in die falsche Richtung führt.

05.12.2021

Das beste Buch, wodurch ich das Problem in Römer 7 und den Weg daraus verstanden habe

Ich habe das Buch vor 11 Tagen gelesen, seitdem Frei von Pornographie. Jeden Tag Andacht, Gebet und Bibelstudium gemacht. Wenn das Buch nur diese 11 Tage Freiheit geschenkt hat, dann hat sich alles gelohnt.

01.12.2021

Furcht, die begeistert

Der Titel des Buches klingt komisch, sein Inhalt wird dich noch viel mehr durschütteln. Doch weshalb? Der bekannte YouTuber und christliche Influencer Natha gibt in „Überrascht von Furcht“ seine theologische Erkenntnis wieder.
Wer ist der Autor?
Natha lebt mit seiner Frau Henni in der Schweiz. Mit Crosspaint, seinem Dienst in den Sozialen Medien, hilft er einer visuellen Generation zurück zu Gottes Wort. Mehr unter www.crosspaint.tv. Der Name des Unternehmens geht übrigens auf die Bibelstelle in Galater 3,1 zurück, in der Paulus davon spricht, dass den Galatern das Kreuz Jesu vor Augen gemalt wurde.
Worum geht es in dem Buch?
Das Buch gliedert sich in fünf Kapitel. Im ersten zeigt Natha das Problem auf, denn oftmals sieht man Gott nicht. Erhellend ist hierbei seine Erläuterung des Phänomens der Hypoxie und seine Darstellung, weshalb Millennials weggehen.
Nach der Problematisierung erfolgt die Analyse. Hier geht er der Frage nach, warum Gott oftmals nicht zu sehen ist. Neben der Thematisierung von Wissenslücken lenkt er besonders den Blick auf die Medien, die Ablenkung um jeden Preis verschaffen und leider auch im christlichen Mainstream einschläfernde Lehre vorherrscht.
Das dritte Kapitel gibt dem Leser den Schlüssel an die Hand, um Gott wiederzuentdecken. Inhaltlich arbeitet Natha hierbei den Römerbrief ab. Darauf aufbauend wird dem Leser die dringlichkeit bewusst, sich Gottes Gegenwart zu stellen. Der Autor animiert den Leser zu einem Revival der Jesus- bzw. Gottesbeziehung. Im fünften Teil wird es praktisch, denn der Verfasser vermittelt nun seine Taktik, damit man Gott täglich begegnen kann.
Wer sollte das Buch lesen?
Vor allem die Generation der Millennials wird durch den Inhalt und die Aufmachung angesprochen. Aber auch Gemeindeleitern sei das Werk ans Herz gelegt, da die Ausführungen Informationn beinhalten, um zu verstehen, weshalb Millennials die Kirchen verlassen, Gemeindemitglieder miteinander streiten und geistliche Leiter nicht selten mit Pornosüchten kämpfen.
Warum sollte man das Buch erwerben?
Natha ist der Überzeugung, dass die evangelikale Welt eine geistlich-moralische Erneuerung benötigt. Und so bringt er lebensnahe Beispiele kombiniert mit bibelgebundener Auslegung zu Papier und erläutert dies anhand vieler praktischer Tipps. Auch visuell kommt das Buch flott daher, wobei es besonders die Takeaways am Ende der Kapitel sind, die helfen, das Dargestellte komprimiert zu wiederholen. Lobenswert ist zudem der Schreibstil. Gerade im dritten Teil, der das theologische Kernstück darstellt, gelingt es dem Autor ansprechend, anschaulich und allgemeinverständlich biblische Lehre zu vermitteln. Überrascht von Furcht zeigt dem Leser den Schlüssel auf, um wirklich mit Gott zu leben. Hier gibt es wenig Theorie, aber dafür ganz viel bewährte Glaubenspraxis, durch die zahlreiche Menschen den Weg zu einem erfüllten Leben mit Gott finden können.

29.11.2021

Istzustand nicht gleich Sollzustand: Der Abgrund vor dem wir stehen

ISTZUSTAND: Gott zu fürchten heißt nicht IHN tatsächlich zu fürchten. Als Christen die wiedergeboren sind, haben wir seine Liebe und seine Zuwendung erfahren, denn Furcht ist nicht in der Liebe (1. Johannes 4,18).
Hier können wir jetzt stehen bleiben und uns ausruhen in einem schönen und angenehmen Glauben an Jesus Christus und es uns gut gehen lassen, dabei schöne einfühlsame Lieder singen und alle positiven Verheißungen aus der Bibel für uns in Anspruch nehmen. Und dann wird folgendes passieren. Die Welt wird uns mit ihren Einflüssen so ganz allmählich wieder umgarnen und wegholen von unserem schönen Ruhekissen. Wenn wir ehrlich sind, dann wird uns dabei aber auch eine Frage immer wieder beschäftigt haben. Trotz unseres Glaubens mit all den biblischen Wahrheiten, werden wir nie so ganz den Eindruck los, daß da noch was fehlt, daß da was faul ist. Einerseits werden wir über eigene Probleme mit dem Glauben stolpern, andererseits werden uns Abhängigkeiten, die wir nicht lassen können und die wir immer geschickt mit unserem Glauben in Einklang gebracht haben in Not bringen. Persönliche Anfechtungen nehmen in ihrer Intensität nicht ab. Sünden wollen wir das aber oft nicht mehr nennen. Wir sind ja Christen und gehören dem HERRN.

SOLLZUSTAND: Alle haben sie sich gefürchtet: Adam, Jakob, Mose, Hiob, Petrus, Jakob und Johannes. Sie fürchteten sich in der Gegenwart Gottes. Und hier beginnt die große Kluft, die der Autor uns mit seinem Buch vor Augen führt. Dieser Graben ist schrecklich groß und ....niemand sieht ihn. Und deswegen ist er so verheerend für unser Leben, ja für unsere Zukunft. Um es in einem Satz zu sagen: ABWESENHEIT DER FURCHT DES HERRN bedeutet ABWESENHEIT GOTTES: Da wo wir uns vor Gottes Heiligkeit nicht mehr fürchten, da ist auch der Herr nicht mehr zugegen. Und das ist der Zustand unserer Gemeinden. Laodizäa ist unsere Gemeinde: "es ist alles in Ordnung", hieß es da. Nein. GAR NICHTS IST IN ORDNUNG! Nicht bei uns und nicht heute.
Natha hat dieses Buch zwar für eher jüngere Leser geschrieben, es ist aber eigentlich für alle. Wir sind alle lau geworden und haben die Herrlichkeit Gottes, seine Heiligkeit aus den Augen verloren. Die Furcht des Herrn zu kennen bedeutet, den Herrn zu kennen wie er ist gegenüber der Sünde, die auch uns immer noch anhaftet im Fleisch. Es bedeutet zu verstehen wie er die Sünde haßt, damit wir sie auch hassen wie Gott es tut. Gottes Liebe schließt das nicht aus, sondern macht diese Liebe nur noch größer für uns.
Die rechte Gottesfurcht ist der Motor um unsere Sünde zu bekämpfen, Gottes Liebe ist der Motor um für den Herrn zu leben und ihm zu dienen.

Danke Natha für diese Arbeit und für die Gnade unseres großen Gottes, der uns mit seiner Furcht bei der Stange halten möchte, damit wir ihm immer ähnlicher werden und uns immer mehr nach seiner Ehre ausstrecken, damit wir leben und nicht allmählich in unserem frommen Rausch dahinsterben.

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Auf zum Leben! Auf zum Leben!
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Ergriffen Ergriffen
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